Unter Ankohlen versteht man im Bauhandwerk eine Methode des Holzschutzes durch Erhitzung oder Beflammung der Holzoberfläche. Die Holzoberfläche wird angebrannt und anschließend mit Wasser abgelöscht, um eine Verkohlungsschicht zu bilden. Im Innern des Holzstückes bilden sich durch pyrolytische Reaktionen ähnlich jener bei der Holzverkohlung teerartige Substanzen mit fungizider Wirkung. Die Verkohlungsschicht ist wasserabweisend und verzögert die Fäulnis des Holzes.
Das oberflächliche Ankohlen aus ästhetischen Gründen wird in Japan als Yakisugi bezeichnet. Manche Hersteller sprechen wie bei Thermoholz auch von der Karbonisierung des Holzes. Für tiefer verkohltes Holz verwendet der Handel gelegentlich die englische Bezeichnung deep charring bzw. deep charred wood.
Diese Holzbehandlungsart ist uralt und weit verbreitet, schützt speziell das Innere des Holzbauteils jedoch unter Umständen weniger gut als eine Kesseldruckimprägnierung.
Als Beispiel für die Verwendung dieser Methode im zeitgenössischen Bauwesen kann das Müritzeum in Waren genannt werden, dessen Holzfassade durch Ankohlen behandelt wurde.