Anna Heindl
Leben
Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Anna Heindl in Oberösterreich. 1969 absolvierte sie die Matura in Linz. Danach studierte Anna Heindl zwei Semester Theaterwissenschaft an der Universität Wien und ab 1971 an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo sie 1976 die Meisterklasse für Metallgestaltung bei Franz Hagenauer mit Diplom abschloss. In dieser Zeit war sie Gasthörerin bei Hermann Jünger an der Akademie der Bildenden Künste München und verfolgte ein Praktikum bei Elisabeth Defner und Helfried Kodré. Nach dem Studium pflegte sie von 1976 bis 1980 Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Manfred Wakolbinger, den sie 1979 heiratete.
Die Wiener Rathauskorrespondenz schrieb 2002 über Heindl: „Ihre Schmuckstücke, die skulpturale Qualitäten aufweisen, werden auf der ganzen Welt gezeigt. Ihre Titel, Landschaft und Garten, ears und tears, blossoms sind auch Ausdruck ihrer Naturverbundenheit.“
Werke
Anna Heindls Arbeit wird immer durch ein Thema bestimmt, welches sie meist zwei bis drei Jahre beschäftigt.
- Bei „Landschaft und Garten“ interessierten sie der menschliche Eingriff in die Natur und Grenzziehungen im weiteren Sinn.
- „Ears and Tears“ handelt vom Zuhören und der Form des Ohres.
- „Paradise“ bezieht sich auf den Mittelteil des Gemäldes „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch. Die Weisheiten aus dem alten Testament vermischt mit den Regeln der freigeistigen Glaubensgemeinschaft, der Bosch angehörte, bieten den Hintergrund für diese Arbeiten.
- „Farbkörper“ sind in Edelstahl eingefasste Farbräume aus Edelsteinen.
- „Blumen der Nacht“ (Bezeichnung für japanische Schamhaar-Perücken): Edelsteine und Perlen umgeben von Edelstahlfransen
- „Buds“: Knospe, der Zustand vor der Blüte.
Anna Heindl zeigt ihre Werke im In- und Ausland. Ihre Werke werden unter anderem von Galerien in Wien, New York und Antwerpen (Tielrode) angeboten.
Ausstellungen
Gruppenausstellungen seit 1972 (Auswahl)
- 1978: Schmuck und Tischgerät aus Österreich (mit Katalog), Neue Galerie Graz am Universalmuseum Joanneum in Graz
- 1980: „Schmuck International“ im Künstlerhaus Wien
- 1982: „Email“-Ausstellung in mehreren Museen in Australien
- 1982: „Schmuck Tendenzen“ im Schmuckmuseum Pforzheim
- 1983: „International Jewelry“ Tokyo
- 1984, 1988, 1993: Museum für angewandte Kunst, Wien
- 1994: Schmuck aus Österreich, Museum für angewandte Kunst, Genf
- 1984: Biennale Venedig
- 1987: Schmuckbiennale Paris; Europalia, Brüssel
- 1988: Museum für angewandte Kunst, Wien
- 1989: Int. Crafts Triennial, Perth Australien; „Ornamenta“ im Schmuckmuseum Pforzheim
- 1990: Biennale des Bijoux, Centre Pompidou Paris
- 1991: Museum Hertogenbosch „Beauty is a Story“
- 1994: Museum für angewandte Kunst, Genf
- 1997: Art fair SOFA, Chicago
- 2000: Ueno no Mori Museum, Tokyo, „Kunst hautnah“, Künstlerhaus Wien
- 2003: Tokyo, Wako Hall
- 2004: Houston, Museum of Fine Arts
- 2004: Museum Bellerive, Zürich
- 2007: Schmuckmuseum Pforzheim „Schmuck treibt Blüten“
- 2008–2012: Saatchi Gallery, „Collect“ London
- 2013 bis 2016: „Art and Design“, Fair, Dubai
- 2018: KUNSTradln in Millstatt
Einzelausstellungen
- 1978: Wien, Galerie am Graben
- 1980: Graz, Galerie Droschl
- 1981: Klagenfurt, Galerie Hildebrand
- 1983: Wien, Galerie am Graben (Katalog)
- 1984: Basel, Galerie Atrium
- 1986: Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum (Katalog)
- 1987: Wien, Galerie Krinzinger (Katalog)
- 1989: Wien, Galerie V+V; Zürich, Galerie Zaunschirm (Katalog)
- 1990: Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum
- 1990: Innsbruck, Galerie Krinzinger
- 1993: Amsterdam, Galerie Smit
- 1993: München, Galerie Wassermann
- 1995 bis 2013: Wien, Galerie Slavik (Katalog)
- 1996: Barcelona, Galerie Magari
- 1997: Antwerpen, Galerie Sophie Lachert
- 1999: Tokyo, Galerie Dan Ginza
- 2001 bis 2015: Antwerpen (Tielrode), Galerie Sofie Lachaert (Katalog)
- 2001: Galerie Slavik
- 2007: Galerie Slavik (Katalog)
- 2008: Galerie Sofie Lachaert, Belgien, Werkstadt Graz
- 2011: Galerie Song, Wien
- 2012: Galerie Sofie Lachaert (Katalog)
- 2013: Galerie Slavik, Wien
- 2014: Galerie Sofie Lachaert, Belgien (Katalog)
- 2016: Galerie Slavik, Wien
- 2019: Kunsthaus März: „Zwischen Stopp“ (Katalog)
- 2020/2021: Schlossmuseum Linz, Anna Heindl, Longtime Love Affairs (Retrospektive, mit Katalogbuch)
Öffentliche Sammlungen
Werke von Anna Heindl befinden sich in einer Reihe von öffentlichen Sammlungen: