Anna Kaminsky (* 1962 in Gera) ist eine deutsche Linguistin, Historikerin und Publizistin mit dem Schwerpunkt DDR-Geschichte. Seit 2021 ist sie Direktorin und Vorstandsmitglied der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Anna Kaminsky wuchs in Dessau und Halle auf. Sie studierte Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt Romanische Sprachen im Bereich der Theoretischen und Angewandten Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig und erwarb den Abschluss als Diplom-Sprachmittlerin. Anschließend arbeitete sie als Übersetzerin, Autorin und Kuratorin. 1993 wurde sie zum Dr. phil. promoviert.
Kaminsky war danach Mitarbeiterin in verschiedenen Forschungs- und Ausstellungsprojekten, etwa am Berliner Institut für Vergleichende Sozialforschung, an der Universität Münster, der Gedenkstätte Sachsenhausen und dem Deutschen Historischen Museum Berlin.
Sie trat wiederholt als Sachverständige in Fernseh- und Hörfunkdokumentationen zur DDR-Geschichte auf. Zur Gedenkstättenkonzeption des Bundes äußerte sich Kaminsky positiv. Diese müsse weiter verstetigt und den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Zudem würde „die breite Unterstützung für diese vielfältige Erinnerungs- und Aufarbeitungslandschaft durch Zivilgesellschaft, Kommunen, Länder und Bund […] im Ausland nicht nur wahrgenommen, sondern auch bewundert und als vorbildhaft angesehen werden.“
| Personendaten | |
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| NAME | Kaminsky, Anna |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Linguistin, Historikerin und Publizistin |
| GEBURTSDATUM | 1962 |
| GEBURTSORT | Gera |