Anna Tervoort (* 21. Oktober 1909 als Anna Brücker in Tönisberg; † 8. April 2002 in Krefeld) versteckte die Jüdin Johanna Werner auf ihrem Bauernhof in Hüls am Hülser Berg bei Krefeld. Sie wurde dafür 1997 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
Anna Brücker wurde im heutigen Kempen geboren und heiratete 1936 in Krefeld den Bauern Peter Tervoort, der zur Wehrmacht eingezogen wurde und führte deshalb den Hof allein weiter. Ihr Schwager Hermann Tervoort bat sie Ende 1944 oder Anfang 1945, Johanna Werner, die jüdische Ehefrau eines Protestanten, aufzunehmen. Ihr drohte die Deportation. Tervoort war bereit, die ihr unbekannte Frau auf dem Hof aufzunehmen und zu verstecken. Sie wurde als Flüchtling ausgegeben. Trotzdem verbreiteten sich Gerüchte über eine Jüdin auf dem Hof. Sie brachte Frau Werner deshalb im Keller eines zerstörten Hauses unter, wo sie weiter von ihr und Ernst Evers, einem guten Freund der Familie Tervoort, mit Lebensmitteln versorgt wurde. Johanna Werner überlebte schließlich die Zeit des Nationalsozialismus.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tervoort, Anna |
| ALTERNATIVNAMEN | Brücker, Anna (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Gerechte unter den Völkern |
| GEBURTSDATUM | 21. Oktober 1909 |
| GEBURTSORT | Tönisberg |
| STERBEDATUM | 8. April 2002 |
| STERBEORT | Krefeld |