Anna Witt, Push Video, 2006 – In Venice Beach bat die Künstlerin Passanten, sie auf die Motorhaube eines parkenden Autos niederzudrücken und vollzog im Gegenzug die gleiche Handlung an ihnen.
Witt arbeitet mit Video-Performances und performativen Interventionen im öffentlichen Raum, wobei sie anfangs selbst als Performerin auftrat. Schon früh beschäftigte sie sich mit Partizipation, was zunehmend für ihr Werk von Bedeutung wurde, wie erstmals in ihrer Aktion Geld zu finden (2003) in der Münchner Akademiegalerie. In späteren Arbeiten, sind es zumeist Passanten, bestimmte Personen oder Gruppen, die in ihren Performances und Video-Installationen in den Vordergrund treten. Immer wieder geht sie dabei Fragen der Subjektbildung nach: wie wir werden, wer wir sind, was wir tun, woran wir glauben, wofür wir kämpfen und wie dieses soziale Selbst mit gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zusammenhängt.
↑outstanding artist awards.In:bmkoes.gv.at.Bundesministerium Kunst und Kultur Österreich,31.Oktober 2020,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am26.Juli 2021;abgerufen am 4.Dezember 2020.