Anne Loch

Anne Loch, Ohne Titel (AL 434), 1991, 185 × 280 cm

Anne Loch (* 11. Dezember 1946 in Minden; † 4. April 2014 in Promontogno) war eine deutsche Künstlerin.

Leben und Werk

Anne Loch wuchs in Minden auf. Zwischen 1972 und 1978 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin von Klaus Rinke. Von 1980 bis 1984 lebte und arbeitete sie in Neapel. Ab 1984 entstanden im Atelier in Köln große, farbige, unterkühlte Blumen- und Landschaftsbilder in monumentalen Formaten. 1983 nahm Monika Sprüth die Künstlerin in ihr Programm auf. Im Jahr 1987 folgten erste Einzelausstellungen in Museen wie 1987 im Neuen Kunstverein Aachen und 1988 im Bonner Kunstverein.

1988 wendete sie sich vom Kunstbetrieb ab und ging in die Schweiz. Sie wohnte und arbeitete in Thusis und lebte völlig zurückgezogen. In Thusis schuf sie rund 500 der insgesamt über 1400, meist großformatigen Gemälde und Zeichnungen. Während dieser Periode lernte sie das Berner Galeristenpaar Erika und Otto Friedrich kennen, die ihr mehrere Ausstellungen widmeten. Auf Wanderungen entstanden Serien mit zahlreichen Fotografien sowie 1995 die beiden Filmskizzen Anarche und Der Tag. 1989 begann Loch mit der Aufnahme von Sprechbändern, die sie später zu unveröffentlichten Tagebüchern verarbeitete.

2002 kehrte Loch nach Deutschland zurück, zuerst nach Duisburg und 2008 nach Essen, und arbeitete weiter an den in der Schweiz begonnenen Werkgruppen. Gleichzeitig wendete sie sich neuen, teilweise abstrakten Bildern zu. Die Fotografie und die Textarbeit waren weiterhin Teil ihres Schaffens.

2013 wurde eine Krebserkrankung diagnostiziert. Anne Loch kehrte zurück in die Schweiz und verstarb im Krankenhaus in Promontogno.

Ausstellungen (Auswahl)

Anne Loch, Ohne Titel (AL 236), 1987, 200 × 140 cm

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Veröffentlichungen und Kataloge (Auswahl)

Anne Loch, Ohne Titel (AL 1171), 2005, Acryl auf Leinwand, 185 × 450 cm, Bündner Kunstmuseum, Chur

Literatur (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Anne Loch – Die Wiederentdeckung einer Künstlerin. Abgerufen am 24. August 2019.
  2. 1 2 Susanna Koeberle: Von Idylle und heiler Welt keine Spur | NZZ. 5. April 2017, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 24. August 2019]).
  3. ↑ Jutta Koether on Anne Loch. Abgerufen am 24. August 2019 (amerikanisches Englisch).
  4. ↑ Paulina Szczesniak, Chur: Dieser Kitsch muss wehtun. In: Tages-Anzeiger. 15. April 2017, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 24. August 2019]).
  5. ↑ Renate Puvogel: Anne Loch. Bonner Kunstverein, abgerufen am 24. August 2019.
Personendaten
NAME Loch, Anne
KURZBESCHREIBUNG deutsche Künstlerin
GEBURTSDATUM 11. Dezember 1946
GEBURTSORT Minden
STERBEDATUM 4. April 2014
STERBEORT Promontogno