Anne van Aaken

Anne Sophia-Marie van Aaken (* 19. April 1969 in Bonn) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und Ökonomin.

Leben

Sie absolvierte in Bonn ihr Abitur. Von 1987 bis 1992 studierte sie Volkswirtschaftslehre mit dem Abschluss Lic. rer. pol. und Kommunikationswissenschaften mit dem Abschluss dipl. journ. an der Universität Freiburg (Schweiz) und anschließend von 1992 bis 1997 Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort absolvierte sie 1997 das Erste Juristische Staatsexamen. Sie war 1997 und 1998 als Gastdozent an der University of California, Berkeley sowie an der Yale University. An der Universität Frankfurt an der Oder wurde van Aaken 2001 mit der Dissertation Rational Choice in der Rechtswissenschaft, Zum Stellenwert der ökonomischen Theorie im Recht zum Dr. iur. promoviert. Das Zweite Juristische Staatsexamen absolvierte sie 2002 und seit 2003 ist sie als Rechtsanwältin in Bonn zugelassen. Ihre Habilitation erfolgte 2012 an der Universität Osnabrück.

Von 1998 bis 2000 war sie als Wissenschaftliche Assistentin im Bereich Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg tätig, dann bis 2003 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für deutsches, europäisches und internationales Zivil- und Wirtschaftsrecht und Institutionenökonomik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Danach war van Aaken als wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, von dem sie 2005 an das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern nach Bonn wechselte. 2010/2011 war sie zudem Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Von 2006 bis 2012 war van Aaken Max Schmidheiny-Stiftung Tenure Track Professor für Law and Economics, Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht. 2012 nahm sie einen Ruf als ordentliche Professorin an den Lehrstuhl für Law and Economics, Rechtstheorie, Völker- und Europarecht an die Universität St. Gallen an.

Seit August 2018 lehrt sie als Alexander-von-Humboldt-Professor an der Universität Hamburg.

Van Aaken war Vizepräsidentin der European Association of Law and Economics (2009–2014) und Vizepräsidentin der European Society of International Law (2014–2017). Von 2012 bis 2015 war sie die Vorsitzende des Programmatic Steering Board des Hague Institute for the Internationalization of Law (HIIL). Sie ist Mitglied des Scientific Advisory Boards des European Journal of International Law und Mitglied des Editorial Boards des American Journal of International Law, des Journal of International Economic Law und von International Theory. Sie ist auch gewähltes Mitglied des Research Council des Europäischen Hochschulinstituts (Florenz).

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Literatur von und über Anne van Aaken im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, Vorname ungesichert
  2. 1 2 3 Prof. Dr. Anne van Aaken appointed. Prof. Dr. Anne van Aaken has been Professor of Law and Economics, Legal Theory and International and European Law at the HSG’s Law School since 1 December. (Memento vom 6. Oktober 2015 im Internet Archive) auf unisg.ch (Stand: 11. Oktober 2015)
  3. 1 2 C.V. van Aaken (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf unisg.ch (Stand: 11. Oktober 2015)
  4. ↑ C.V. van Aaken vom Dezember 2012 (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) auf swissinternationalstudies.ch
  5. ↑ C.V. van Aaken auf coll.mpg.de (Stand: 11. Oktober 2015)
Personendaten
NAME Aaken, Anne van
ALTERNATIVNAMEN Aaken, Anne Sophia-Marie van (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Rechtswissenschaftlerin und Ökonomin
GEBURTSDATUM 19. April 1969
GEBURTSORT Bonn