Anny Wienbruch (* 9. Juli 1899 in Sablon bei Metz; † 14. Juli 1976 in Kierspe) war eine deutsche Schriftstellerin und Autorin von Kinderbüchern.



Anny Wienbruch kam als Tochter eines Berufssoldaten in Sablon bei Metz zur Welt und wuchs in Weißenburg im Elsass auf, wo ihr Vater am Katasteramt tätig war. Nach dem Besuch der Höheren Töchterschule wurde sie in das Lehrerinnenseminar in Straßburg aufgenommen. 1918 legte sie die Lehrerinnenprüfung ab. Ihre erste Anstellung erhielt sie in Weißenburg, wurde aber im französisch gewordenen Elsass als sogenannte Reichsdeutsche im Februar 1919 entlassen und ausgewiesen. So kam sie mit ihren Eltern nach Kierspe im Sauerland in die Heimat ihres Vaters, wo sie 44 Jahre lang als Volksschullehrerin unterrichtete.
Wienbruch schrieb um die 80 Bücher, die eine Gesamtauflage von weit über 200.000 Exemplaren erzielten; die meisten davon Kinderbücher. Sie schrieb aber auch Romane, Erzählungen, Märchen, Gedichte und Lieder. In den letzten zehn Jahren ihres Lebens verfasste sie vor allem Bücher mit historischem Inhalt.
In Kierspe erinnert das seit dem 26. Juli 2012 bestehende Fritz-Linde-Museum am Höferhof 23, in dem viele Bilder, ihre Werke und ihre Manuskripte ausgestellt werden, auch an Anny Wienbruch.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wienbruch, Anny |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 9. Juli 1899 |
| GEBURTSORT | Le Sablon |
| STERBEDATUM | 14. Juli 1976 |
| STERBEORT | Kierspe |