Anomia

Anomia (griechisch: Kompositum aus α privativum zur Verneinung und der Endung -nomia von νόμος, „Ordnung, Gesetz“) beschreibt den individuell-psychischen Zustand eines Menschen, der durch gesellschaftliche Anomie ausgelöst wird. Er ist charakterisiert durch unzureichende soziale Integration und die daraus entspringenden Empfindungen von Entfremdung, Macht- und Hilflosigkeit sowie Einsamkeit.

Anomia ist ein psychologischer Begriff, während Anomie methodisch meist nur zur Beschreibung von Kollektiven genutzt wird, also ein soziologischer Begriff ist.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Siegfried Lamnek: Theorien abweichenden Verhaltens. 10. Auflage. UTB/Wilhelm Fink, Paderborn 2018, ISBN 978-3-8252-4925-0, S. 293.