Canera war ein Nachahmer des Malers Paolo Cagliari, genannt Veronese, dem er bei manchen Werken half. Beide waren sie Schüler Giovanni Carotos (1488–1566). Er arbeitete im Jahr 1552 mit Paolo Veronese für die Familie Soranzo in der Villa Soranzo in der Nähe von Treviso und später in Castelfranco Veneto zusammen. Ihre Arbeit in Castelfranco umfasste einen Freskenzyklus an den Wänden der Villa.
Er arbeitete in den Jahren 1550 bis 1560 auch gemeinsam mit Bernardino India, bei der Anfertigung von Fresken in der Villa Poiana in Poiana Maggiore in der Provinz Vicenza zusammengearbeitet. Sie galten als zwei der besten Maler ihrer Zeit. Er malte Fresken in einigen der palladianischen Bauten in und um Verona.
Canneri war mit Diamante (geborene Badile, * um 1535), einer Tochter des Malers Francesco Badile (1476–1544) verheiratet. Eine Cousine Diamantes, Elena Badile, war mit Paolo Cagliari (Veronese) verheiratet, wodurch die beiden Maler verschwägert waren. Der Maler Angelo Badile (um 1591–2. Juni 1650) war ein Neffe.
Werke (Auswahl)
In Verona
Dreieinigkeit mit S. Fermo und anderen Heiligen. in der Kirche S. Fermo Maggiore (Kapelle Brenzoni)
Pfingsten (Ölgemälde) in S. Nazaro
Triumph des Cimbrensiegers Marius Palazzo Murari
Moses als Kind in der Casa Ridolfi
Weitere Werke
S. Elena mit dem Kreuz und die Beschneidung Christi (bis 1833 in S. Zeno in Monte, dann in S. Carlo), bez. Anselmils Canarius veronensis pingebat 1566
Christus mit dem Kreuz (Fresko) in der Casa Tacchetti
Die Beleidigung des Pharaos, Palazzo Ridolfi, Verona (1584)
Fresken in der Sala degli Imperatori der Villa Pojana.
Michael Bryan: Dictionary of Painters and Engravers, Biographical and Critical. Band I: A–K. Robert Edmund Graves, George Bell and Sons, London 1886, S.225.
Nicholas Penny: National Gallery Catalogues (new series): The Sixteenth Century Italian Paintings. Band II: Venedig 1540–1600. National Gallery Publications Ltd, London 2008, S.331.
↑Cesare Bernasconi: Studi sopra la storia della pittura italiana dei secoli XIV e XV e della scuola pittorica veronese dai medi tempi fino tutto il secolo XVIII. Verona 1864, S.346 (books.google.de).