Ein Antidiuretikum ist ein pharmakologisches Mittel, welches die „renale Wasserausscheidung einschränkt. Spezifisch diuresehemmend (durch vermehrte Rückresorption in den distalen Nierentubuli) wirkt das ‚antidiuretische Prinzip‘ des Hypophysenhinterlappens (= Antidiuretin [sic] = Vasopressin); andere Pharmaka hemmen die Diurese als Nebenwirkung, zum Beispiel Morphin, Analgetika, Barbiturate; Abführmittel schränken die Harnsekretion durch Ableitung [des Wassers] über den Darm ein.“ Ein „Antidiuretikum [ist] ein die Harnausscheidung hemmendes Mittel.“ Das Gegenwort lautet Diuretikum. Antidiuretika hemmen die Diurese durch Förderung der Antidiurese.
Ein Antidiuretikum ist „ein Heilmittel, das die Harnausscheidung durch die Nieren hemmt; [es] wird zur Behandlung des Diabetes insipidus verwendet.“ Antidiuretika hemmen die Diurese durch Förderung der Antidiurese.
„Unter maximaler ADH-Wirkung steigt die Urinosmolalität auf 1200 mosm/kg H2O (maximale Antidiurese).“ Eberhard Buchborn beschrieb ausführlich diese maximale Harnkonzentration durch eine maximale ADH-Aktivität bei oligurischer Antidiurese.
Im Kapitel Antidiuretica schrieb Hans-Herbert Wellhöner 1975, dass „Saluretica, besonders Chlorpropamid, therapeutisch bei Diabetes insipidus renaler und hypophysärer Gesese wirken. Zur Erklärung der Wirkung nimmt man an, daß sie an gleicher Stelle wie ADH zu einer Erhöhung der cAMP-Konzentration führen, jedoch nicht durch Aktivierung der Adenylcyclase, sondern durch Hemmung des abbauenden Enzyms Phosphodiesterase.“
Zu den Antidiuretika zählen zum Beispiel vasopressorische Peptidhormone wie Desmopressin, Lyspressin und Argipressin.
Auch Nicotin stimuliert kurzfristig die Abgabe von Vasopressin aus dem Hypophysenhinterlappen und hemmt damit die Diurese. Dagegen bremst Alkohol während des Anstiegs der Blutspiegel-Werte die Vasopressin-Abgabe, so dass die Harnmenge vermehrt wird.