Als apostolische Väter werden christliche Autoren von kirchlich bedeutsamen Schriften aus den späten Jahren des ersten und der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts bezeichnet. Als die Bezeichnung im 17. Jahrhundert geprägt wurde, nahm man an, dass sie persönliche Beziehungen zu Aposteln gehabt hatten oder stark von den Aposteln beeinflusst worden waren. Ebenfalls als die apostolischen Väter wird ein Kanon aus überlieferten Schriften dieser Kirchenväter der zweiten und dritten Generation bezeichnet.
Papst Benedikt XVI. bezeichnet sie als „zweite Generation der Kirche nach den Aposteln“.
Einige apostolische Väter sind zusätzlich aus historischen Dokumenten bekannt, von anderen gibt es keine sicheren biographischen Angaben. Insgesamt ist die Quellenlage für die Zeit der apostolischen Väter schlechter als für jede andere Epoche der Kirchengeschichte; viele Entwicklungen jener Zeit können heute im Detail nicht mehr rekonstruiert werden.
Gewöhnlich werden heute zu den apostolischen Vätern gezählt
Einige dieser Schriften (Barnabasbrief, Erster Clemensbrief, Hirte des Hermas, Didache) wurden im 2. und 3. Jahrhundert manchmal zum neutestamentlichen Kanon gezählt, aber nicht definitiv aufgenommen.
Unabhängig von ihrem historischen und gegenwärtigen Ansehen geben all diese Schriften einen wichtigen Einblick in die Geschichte des frühen Christentums.
Weitere wichtige Autoren der frühen Kirche, die, da sie einer späteren Generation angehören, nicht mehr zu den apostolischen Vätern gezählt, sondern als Kirchenväter bezeichnet werden, sind Irenäus von Lyon, Justin der Märtyrer, Clemens von Alexandria und Cyprian.
Zu den Schriften der apostolischen Väter werden gerechnet: