Aradhya placida

Aradhya placida
Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Gecarcinucoidea
Familie: Gecarcinucidae
Gattung: Aradhya
Art: Aradhya placida
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Aradhya
Pati, Bajantri & Hedge, 2023
Wissenschaftlicher Name der Art
Aradhya placida
Pati, Bajantri & Hedge, 2023

Aradhya placida ist eine Süßwasserkrabbe in der Familie Gecarcinucidae und einziger Vertreter der Gattung Aradhya. Sie kommt im nördlichen Teil der zentralen Westghats im Distrikt Uttara Kannada in Indien vor. Sie bewohnen 30 bis 60 cm tiefe, kiesgefüllte Höhlen in der Nähe von Bäumen oder Felsen in immergrünen Wäldern. Der Gattungsname ist von Aaradhya, dem Vornamen der Tochter des Zweitautors abgeleitet, das Art-Epitheton von lateinisch placidus ‚ruhig‘, was auf die friedliche Lebensweise der Art Bezug nimmt.

Merkmale

Der Carapax ist dunkelbraun, bis zu 22 mm lang, 1,2- bis 1,3-mal so breit und queroval. Er ist stark aufgetrieben, glatt und unbehaart. Der vordere Seitenrand ist leistenartig und ohne Zacken. Das mittige Stirndreieck ist unvollständig, die Seitenränder sind nicht auszumachen. Die epigastrischen und postorbitalen Kämme sind schwach entwickelt, der äußere Augenhöhlenwinkel ist undeutlich. Der Epibranchialzahn ist sehr niedrig und die Kiemenregion aufgetrieben. Die Halsrinnen sind seicht und reichen nicht bis zum Postorbitalkamm. Der Hinterrand des Epistoms trägt einen deutlichen Mediallappen und stark gewundene Seitenlappen. Erster und zweiter Maxilliped haben an ihrem Exopodit eine lange Geißel, der dritte keine oder nur eine kurze Geißel, die etwa die halbe Merus-Breite erreicht.

Die Scherenbeine sind glatt und bei Männchen asymmetrisch, bei adulten Weibchen nahezu symmetrisch. Die Schreitbeine sind lang und schlank, ihre Finger zurückgebogen, länger als der Propodus und der Chitin-Teil ist sehr kurz oder reduziert. Die Pereiopoden sind heller als der Carapax. Bei Männchen ist die Naht zwischen den Sterniten S2/S3 leistenartig und reicht nicht bis zum Seitenrand, die zwischen S3/s4 ist breit, tief und über die gesamte Breite reichend. Der Arretiermechanismus für das Pleon wird bei Männchen über einen Höcker auf S5 realisiert, die Sternopleonalhöhle ist relativ kurz und reicht bis zur Mitte der Coxae der Scherenbeine. Das Pleon ist bei Männchen relativ schmal und dreieckig. Der sechste Somit ist trapezoidal, relativ schmal, hat leicht konkave Seitenränder und ist kürzer als das Telson. Letzteres ist bei Männchen schmal und länglich und hat ebenfalls leicht konkave Seitenränder. Bei Weibchen haben Pleon und Telson einen ovalen Umriss und der sechste Somit ist etwa so lang wie das Telson. Letzteres ist etwa dreieckig und hat ein breites gerades Ende.

Das erste Gonopodium der Männchen ist relativ kräftig und lang, sein Ende reicht bis zum Arretiermechanismus des Pleons. Die flexible Zone ist klein, das Endglied relativ kräftig, kurz, konisch und in einem Winkel von etwa 15° auswärts gebogen. Das Ende ist breit und eine Dorsalfalte fehlt. Das vorletzte Glied ist relativ kräftig, sein Außenrand stark konvex, die Basalhälfte regalartig und der Innenrand distal konvex. Das zweite Gonopodium ist deutlich kürzer als das erste, es hat nur etwa 60 % der Länge. Sein Endglied ist mit nur 20 % der Länge des vorletzten Gliedes sehr kurz.

Einzelnachweise

  1. ↑ Aradhya Pati, Bajantri & Hedge, 2023. In: marinespecies.org. Abgerufen am 12. Mai 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 Sameer Kumar Pati, Parashuram Prabhu Bajantri, Gopalkrishna Dattatraya Hedge: A new genus and new species of freshwater crab (Decapoda: Brachyura:Gecarcinucidae) from the Central Western Ghats of India. In: Zootaxa. Band 5285, Nr. 1, 2023, S. 161–175, doi:10.11646/zootaxa.5285.1.7 (englisch).