Arbeitsvorbereitung (auch Auftragsvorbereitung kurz AV genannt, in der Schweiz ist AVOR üblich, allgemein auch Fertigungsplanung und -steuerung) umfasst die innerbetrieblichen Maßnahmen, die zur Vorbereitung der Fertigung von Erzeugnissen erforderlich sind. Sie bildet also das Bindeglied zwischen der Konstruktion und der eigentlichen Fertigung und Montage. In der DDR wurde dafür der Ingenieurberuf „Technologe“ entwickelt, der speziell für die Arbeit in Abteilungen der Technologischen Fertigungsvorbereitung ausgebildet war. Man unterteilt die Arbeitsvorbereitung häufig in:
Mit Arbeitsvorbereitung wird vielfach auch die Stelle oder Abteilung genannt, deren Aufgabengebiet die Arbeitsvorbereitung ist.
Zur Arbeitsplanung zählen alle einmalig auftretenden Planungsaufgaben. Sie wird auch als Fertigungsplanung bezeichnet und legt fest was, wie und womit gefertigt werden soll. Nach REFA wird sie weiter unterteilt in die Arbeitsablaufplanung und die Arbeitssystemplanung. Erstere legt unter anderem fest, in welcher Reihenfolge Produkte montiert oder gefertigt werden sollen, letztere beschäftigt sich mit der Planung von Arbeitssystemen. Dabei kann es sich um ganze Fabriken handeln (Fabrikplanung) bis hin zu einzelnen Arbeitsplätzen. Die Arbeitssystemplanung hat einen eher langfristigen Planungshorizont, während die Arbeitsablaufplanung einen eher kurzfristigen Horizont hat.
Folgende Teilgebiete werden in der Fachliteratur genannt:
Die Arbeitssystemplanung umfasst die eher längerfristigen Planungsaktivitäten. Folgende Bereiche werden in der Fachliteratur genannt:
Zu den wesentlichen Hauptaufgaben der Arbeitssteuerung zählt man:
Basis für die Auftragsdurchführung sind die von der Arbeitsplanung in den Arbeitsplänen festgelegten Arbeitsabläufe und Vorgabezeiten. Weitere wichtige Daten sind die in der aktuellen Situation zur Verfügung stehenden Kapazitäten von Mitarbeitern, Maschinen und Betriebsmitteln, d. h. die Anzahl verfügbarer Arbeitsstunden in den zukünftigen Zeiträumen.
Der zeitliche Umfang der oben genannten Aufgaben kann je nach Unternehmen bzw. Fertigungsart und Fertigungstyp sehr unterschiedlich sein. In Unternehmen der Einzel- und Kleinserienfertigung ist der Umfang arbeitsplanerischer Tätigkeiten (Arbeitsablaufplanung, Vorgabezeitkalkulation usw.) vielfach vorherrschend. Bei Serienfertigung ist oftmals die Arbeitssteuerung bestimmend. In Unternehmen mit Massenfertigung werden zumeist Spezialanlagen zur Produktion eingesetzt. Hier liegt der Aufgabenschwerpunkt in Entwicklung, Aufbau und ständiger Optimierung von Fertigungsmitteln, d. h. im Bereich Fabrikplanung. Die Herstellung von variantenreichen Produkten in Serien- bzw. Massenfertigung (z. B. Automobilindustrie) ist darüber hinaus zumeist mit großem Aufwand für die Materialdisposition verbunden.