Argyromima mirabilis

Argyromima mirabilis
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Dexiinae
Tribus: Voriini
Gattung: Argyromima
Art: Argyromima mirabilis
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Argyromima
Brauer & Bergenstamm, 1889
Wissenschaftlicher Name der Art
Argyromima mirabilis
Brauer & Bergenstamm, 1889

Argyromima mirabilis ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1889 von den österreichischen Entomologen Friedrich Moritz Brauer und Julius von Bergenstamm erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Argyromima als Typusart zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton mirabilis bedeutet „wunderbar“, „außergewöhnlich“ oder „bemerkenswert“. Der Gattungsname Argyromima setzt sich aus argyro altgriechisch für „Silber“ und mima für „Darstellerin“ zusammen.

Die monotypische Gattung Argyromima wird der Tribus Voriini innerhalb der Unterfamilie Dexiinae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 7 mm lange stark beborstete überwiegend bläulich gefärbte Fliegen. Brauer und Bergenstamm (1889) lieferten folgende Merkmalskombination für die neue Art und Gattung anhand eines Weibchens. Die erste Hinterrandzelle ist an der Spitze des Flügels mündend und offen. Die Facettenaugen sind behaart. Die Makrochaeten (sehr stark entwickelte Borsten) am dritten und vierten Ringe diskal und marginal sind sehr lang. Die Vibrissen sind sehr lang. Der Mundrand ist nicht vortretend. Die Körperfarbe ist metallisch grün. Die Klauen sind kurz, die vorderen Tarsen etwas verdickt. Die Weibchen haben zwei Orbitalborsten. Der Unterrand der schmalen Wangen ist ziemlich kurz und hinten abgerundet. Weiterhin sind Stirnstrieme und Fühler schwarz, das Gesicht silberweiß, ebenso einige Stirnflecke. Rüssel, Taster, Schwinger und die Beine sind blass gelblich, Tarsen schwärzlich. Die letzten Hinterleibsringe weisen silberweiße in der Mitte unterbrochene Querbinden auf. Die Schulterschwielen und eine Mittellängsstrieme des Rückenschildes vorne sind silberweiß.

Verbreitung

Argyromima mirabilis kommt in Südamerika vor. Nachweise gibt es aus Ecuador.

Lebensweise

Argyromima mirabilis ist ein Endoparasitoid von Schmetterlingsraupen. Wirte kommen offenbar aus der Gattung Pedaliodes (Familie Nymphalidae).

Einzelnachweise

  1. 1 2 F. Brauer, J. E. von Bergenstamm: Die Zweiflügler des Kaiserlichen Museums zu Wien. IV. Vorarbeiten zu einer Monographie der Muscaria schizometopa (exclusive Anthomyidae). Pars I. (PDF; 10,5 MB) In: Denkschriften der Akademie der Wissenschaften in Wien 56 (1). 1889, S. 69–180, abgerufen am 1. September 2026 (auf Seite 139 und 170).
  2. 1 2 3 4 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 1. September 2026 (englisch).
  3. ↑ J. O. Stireman: Preliminary notes on Tachinidae reared from Lepid- optera in the Ecuadorian Andes. (PDF; 2,17 MB) In: The Tachinid Times, Issue 20 ( www.uoguelph.ca ). Februar 2007, S. 4–9, abgerufen am 1. September 2026 (englisch).