Ariane Frey (geboren 1967) ist eine deutsche Teilchenphysikerin. Sie ist Professorin für experimentelle Teilchenphysik am II. Physikalisches Institut der Georg-August-Universität Göttingen und Vorsitzende der LHC Scrutiny Group am CERN.
Ariane Frey promovierte 1996 im Fach Physik am Physikalischen Institut der Universität Bonn mit einer Dissertation zum Thema „Messung der Protonstrukturfunktion F2(κ, Q2) in radiativer ep-Streuung mit dem ZEUS-Detektor“.
Ariane Frey hat an zahlreichen Laboratorien der Teilchenphysik geforscht, darunter am DESY in Hamburg, am CERN in Genf (Schweiz) und am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in den USA. Im Jahr 2004 wurde sie im Rahmen des Exzellenz-Programms der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet und konnte eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Physik in München aufbauen, die an der Entwicklung des International Linear Collider (ILC) beteiligt war. 2007 erhielt Frey eine Lichtenberg-Stiftungsprofessur, die Anfang 2008 an der Fakultät für Physik der Universität Göttingen eingerichtet wurde, um dort ihre Arbeiten im Rahmen des ILC-Projekts weiterzuführen.
Von 2023 bis 2025 war sie Dekanin der Fakultät für Physik der Universität Göttingen.
Seit 2024 ist sie Mitglied des Komitees für Elementarteilchenphysik. Ihr Mandat gilt bis 2027.
Freys Arbeitsgruppe ist am Belle-II-Experiment in Japan beteiligt, einem Forschungsprojekt im Bereich der Teilchenphysik. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der B-Physik. Durch die Untersuchung der Eigenschaften und des Verhaltens von B-Mesonen trägt sie zu einem besseren Verständnis der fundamentalen Kräfte und Teilchen des Universums bei. Darüber hinaus arbeitet die Arbeitsgruppe an Beschleunigerstudien, um die Leistung und Effizienz des Experiments zu optimieren.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Frey, Ariane |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Teilchenphysikerin |
| GEBURTSDATUM | 1967 |