Arif ar-Riwgari (persisch خواجه محمد عارف ریوگری, DMG Ḫwāǧa Muḥammad ʿĀrif Rīwgarī, 560/1165 in Riveger bei Buchara; gest. 634/1236-37 ebenda) war ein zentralasiatischer Sufi und einer der bedeutendsten Nachfolger von Abd al-Khaliq Ghujduwani.

Über das Leben von Arif ar-Riwgari sind nur wenige Angaben überliefert. Demnach soll seine Verbindung zu Abd al-Khaliq Ghujduwani mit einer Begegnung auf einem Markt begonnen haben, bei der er seinem späteren Meister beim Tragen von Lebensmitteln behilflich gewesen sein soll. Anschließend sei er in dessen Schülerkreis aufgenommen worden.
In weiteren Überlieferungen wird Arif ar-Riwgari insbesondere als ein Vertreter eines streng an Koran und Sunna orientierten Sufismus dargestellt. Demnach soll er der Befolgung der Sunna besondere Bedeutung beigemessen haben. Wie auch andere Vertreter der Ḫwāǧagān-Tradition wird er in den Quellen als eine Persönlichkeit beschrieben, deren Weg durch die Orientierung an den islamischen Primärquellen geprägt gewesen sei.
Obwohl Arif ar-Riwgari die von seinem Lehrer Abd al-Khaliq Ghujduwani überlieferte Praxis des stillen Dhikr fortführte, soll er gegen Ende seines Lebens den lauten Dhikr empfohlen haben. Dies wird auf sein Bestreben zurückgeführt, das Gottesgedenken auch für jene Menschen zugänglich zu machen, die sich davon entfernt hatten oder mit dessen Praxis nicht mehr in Berührung kamen.
Vor seinem Tod bestimmte Arif Rivegeri seinen Schüler Maḥmūd Faġnawī zu seinem Nachfolger.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Arif ar-Riwgari |
| KURZBESCHREIBUNG | zentralasiatischer Sufi |
| GEBURTSDATUM | 1165 |
| GEBURTSORT | Riveger bei Buchara |
| STERBEDATUM | 1236 oder 1237 |
| STERBEORT | Riveger bei Buchara |