| Município de Ariquemes Ariquemes | |||
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Straße in Ariquemes | |||
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| Koordinaten | 9° 55′ S, 63° 2′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 11. Oktober 1977 | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rondônia | ||
| ISO 3166-2 | BR-RO | ||
| Região intermediária | Porto Velho (seit 2017) | ||
| Região imediata | Ariquemes (seit 2017) | ||
| Höhe | 140 m | ||
| Gewässer | Rio Jamari | ||
| Klima | tropisches Regenwaldklima | ||
| Fläche | 4.426,6 km² | ||
| Einwohner | 109.170 (2025) | ||
| Dichte | 24,7 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−4 | ||
| Website | www.ariquemes.ro.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| HDI | 0,702 (2010) | ||
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Ariquemes ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rondônia im Westen des Landes. Sie liegt im nördlichen Teil des Bundesstaates und ist ein bedeutendes regionales Wirtschafts- und Verwaltungszentrum. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 110.000 geschätzt, womit sie die drittgrößte Gemeinde im Staat ist.
Ariquemes liegt im nördlich-zentralen Teil von Rondônia auf einer Höhe von etwa 140 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Jamari, eines Nebenflusses des Rio Madeira.
Das Klima ist tropisch-feucht mit hohen Temperaturen und ganzjährig hohen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 24 und 32 °C. Die Vegetation gehört überwiegend zum Amazonas-Regenwald.
Die Besiedlung des Jamari-Tals begann um 1900 während des ersten Kautschukbooms, die effektive Nutzung setzte jedoch erst 1909 mit dem Bau der Telegrafenleitung von Cuiabá nach Santo Antônio do Rio Madeira ein. 1915 wurde dieses Gebiet durch die ein Gesetz zum 3. Bezirk der Gemeinde Santo Antônio do Rio Madeira erklärt. Aufgrund von Konkurrenz aus Asien endete der erste Kautschukboom allerdings bald und erst mit dem Zweiten Weltkrieg setzte wieder ein Aufschwung ein.
1943 wurde das Bundesterritorium Guaporé gegründet, und die Region wurde als Bezirk Ariquemes Teil der Gemeinde Porto Velho. Es kam zu einer Migrationswelle von Menschen aus dem Nordosten, die als Kautschukzapfer arbeiteten. Nach Kriegsende ließ jedoch das Interesse am Amazonaskautschuk wieder nach.
1958, mit der Entdeckung von Kassiterit, einem Zinnerz, trafen neue Migrantengruppen aus verschiedenen Landesteilen ein. 1960 wurde der Bau der Straße angeordnet, die später zur Fernstraße BR-364 wurde. 1970 wurde der manuelle Kassiteritabbau verboten, und Ariquemes wurde lediglich zu einem Haltepunkt an der BR-364. In den 1970er Jahren erlebte die Region jedoch durch landwirtschaftliche Kolonisationsprojekte ein starkes Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung aus anderen Teilen Brasiliens. 1977 wurde Ariquemes offiziell zur Gemeinde erhoben.
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 110.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung lebt zu über 80 Prozent in Urbanen Siedlungen. 2022 gehörten zwei Drittel der Einwohner der Gruppe der Pardos (Menschen gemischter ethnischer Herkunft) an.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 57.698 |
| 2000 | 74.503 |
| 2010 | 90.353 |
| 2022 | 96.833 |
| Volkszählungen | |
Die Wirtschaft von Ariquemes basiert auf Landwirtschaft, Viehzucht, Handel und Dienstleistungen. Die Region ist ein bedeutender Produzent von Rindfleisch und landwirtschaftlichen Produkten wie Sojabohnen und Mais.
Daneben spielt auch der Bergbau, insbesondere die Förderung von Zinn, eine Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Die zweitgrößte Zinnmine des Landes befindet sich hier.
Die Fernstraße BR-364 verbindet die Stadt mit den regionalen Märkten weiter westlich und östlich. Seit 1982 verfügt die Stadt außerdem über einen eigenen Regionalflughafen.
Ariquemes gehört zum römisch-katholischen Bistum Ji-Paraná. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten und haben Erfolg bei der Mission. 2010 waren über 30 Prozent der Einwohner Evangelikale.