Armin Wagner

Armin Wagner (* 13. Juli 1968 in West-Berlin) ist ein deutscher Offizier (Oberst) und Historiker. Von März 2017 bis zum Oktober 2021 war er Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.

Leben

Wagner trat 1987 in die Bundeswehr ein und wurde zum Offizier des Heeres ausgebildet. Von 1990 bis 1994 studierte er Geschichtswissenschaft und Pädagogik an der Universität der Bundeswehr Hamburg (M.A. 1994). Seine Magisterarbeit wurde durch Klaus-Jürgen Müller betreut.

Nach einer kurzen Zeit als Zugführer war er von 1994 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) in Potsdam. 2001 wurde er bei Christoph Kleßmann an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam mit der Dissertation Der Nationale Verteidigungsrat und seine Vorgängerinstitution als Eckpfeiler der DDR-Sicherheitsarchitektur 1953/54 bis 1971. Untersuchungen zur Sicherheits- und Militärpolitik der SED in der Ära Ulbricht zum Dr. phil. promoviert.

Von 2003 bis 2006 war Wagner Dozent für Militärgeschichte an der Offizierschule des Heeres in Dresden. Von 2006 bis 2009 wurde er als Oberstleutnant i. G. in der Dienststelle Militärischer Anteil („Military Fellow“) am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg verwendet. Von 2009 bis 2015 war er Referent im Bundespräsidialamt, im Bundesrat und im Bundesministerium der Verteidigung (Abteilungen Politik und Führung Streitkräfte). Außerdem war er als der für Monitoring & Verification zuständige Stabsoffizier bei der United Nations Mission in Sudan (UNMIS) tätig. 2016 war er als erster deutscher Offizier Lehrgangsteilnehmer am Higher Command Studies Course des Baltic Defense College in Taru/Estland. Im März 2017 wurde er als Nachfolger von Oberst Matthias Rogg Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden. Seit Oktober 2021 ist Wagner am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam beschäftigt und dort derzeit als Forschungsbereichsleiter Sicherheitspolitik und Streitkräfte tätig.

Wagner ist der Schwiegersohn des Bühnenbildners und Hochschullehrers Helmut Wagner.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Zeit online Museen vom 7. Oktober 2021: Militärhistorisches Museum in Dresden mit neuem Direktor, abgerufen am 7. Oktober 2021.
  2. ↑ Armin Wagner: Das Bild Sowjetrusslands in den Memoiren deutscher Diplomaten der Weimarer Republik. Münster 1995, S. 165.
  3. ↑ Armin Wagner: Danksagung. In: Walter Ulbricht und die geheime Sicherheitspolitik der SED. Der Nationale Verteidigungsrat der DDR und seine Vorgeschichte (1953 bis 1971). Berlin 2002, S. XI f.
  4. ↑ Susanne Bund (Red.): 40 Jahre Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg, 1971–2011. Forschung, Beratung, Lehre. IFSH, Hamburg 2011, S. 17.
  5. ↑ Personeneintrag zu Armin Wagner auf Website des ZMSBw: , in Verbindung mit Statistik des Baltic Defense College: , beides abgerufen am 22. August 2025.
  6. ↑ SZ: Führungswechsel im Bundeswehrmuseum (Memento vom 18. März 2017 im Internet Archive). In: Sächsische Zeitung, 16. März 2017, S. 9.
  7. ↑ Personeneintrag zu Armin Wagner auf Website des ZMSBw: , abgerufen am 22. August 2025.