Armin Chodzinski

Armin Chodzinski (2018)

Armin Chodzinski (* 1970 in Hamburg) ist ein in Hamburg lebender Künstler, Autor und Performer.

Leben

Armin Chodzinski studierte von 1993 bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Thomas Huber und Raimund Kummer. Aus seiner Beschäftigung mit der Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von zeitgenössischer Kunst entstand 1998 das Projekt Armin Chodzinski muß ins Management, welches ihn unter anderem in das Management der SPAR Handels AG und Unternehmensberatungen führte.

In diversen Ausstellungen und Performance Lectures verhandelte er das erfahrungsbasierte Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Wirtschaft in der Öffentlichkeit. Von 2001 bis 2009 führte er gemeinsam mit Claus Noppeney die Beratungs- und Forschungsplattform CNC für Organisation & visuelle Kultur, Geschäftsprozess & Form, Management & Bildkompetenz. Von 2003 bis 2006 promovierte Armin Chodzinski an der Universität Kassel im Fachbereich Anthropogeographie zur historischen Genese der Beziehung zwischen Kunst und Wirtschaft von Peter Behrens, Emil Rathenau bis zum dm-drogerie markt. Von 2009 bis 2012 arbeitete er als Dozent und Forscher an der Hochschule Luzern Design&Kunst an einem Forschungsprojekt zur aktuellen Situation zwischen Kunst und Wirtschaft. Als Dozent an diversen Universitäten und Hochschulen in Deutschland, England und der Schweiz unterrichtet er zu den Themen Kunst, Wirtschaft, Urbanismus und gesellschaftlichen Bedingtheiten (z. B. Universität St. Gallen, Zürcher Hochschule der Künste u. a.).

Weiterer Schwerpunkt seiner künstlerischen und publizistischen Tätigkeiten ist die Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum, als ein Destillationspunkt der gesellschaftlichen Verhältnisse, und die Verkrampfung als Handlungsphänomen der Wissensgesellschaft.

Seit 1998 entwickelt Chodzinski in Performance, Lectures und Ausstellungen eine Praxis zwischen Vermittlung, Selbstexperiment und Forschung, die er sowohl in Theatern und Ausstellungsräumen als auch im Radio und Fernsehen weiterentwickelt.

Beispiele hierfür sind unter anderen das Radio Feature Wir nennen es Corporate Song aus dem Jahr 2010, seine Sendung zum Thema der Mod (Subkultur) im Rahmen der Konspirativen Küchenkonzerte 2011 auf ZDFkultur, die Lecture Performance Show Den letzten beissen die Hunde am Internationalen Sommerfestival 2012 auf Kampnagel in Hamburg oder die Beteiligung an der Ausstellung Metaphern des Wachstums im Kunstverein Hannover 2011.

Zwischen 1998 und 2008 war er Herausgeber der Zeitung Revision und der E-Mail-Publikation raubkopie. Armin Chodzinski ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Jürgen Ziemer in Der FREITAG, 25. März 2014: „Was dieser Mann so veranstaltet, lässt sich wohl am besten als Kunst-Musik-Bildungs-Revuen beschreiben. Lecture Shows nennt er es selbst. Man könnte wahrscheinlich auch sagen: Armin Chodzinski tanzt die Theorie. [...] Extra ein bisschen verkrampft. Um Konstruktion und Dekonstruktion bemüht. Und: selbstverständlich mit Krawatte.“

Seit 2015 entwickelt er gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Nis Kötting die Feature-Reihe Dr. C.'s Conversationslexikon – Eine ökonomische Radiofeature-Reihe mit und ohne Publikum für den SWR. Bisher: A wie Aktien, C wie Corporate Identity, D wie Digiatlisierung, E wie Effizienz, F wie Feierabend, G wie Geld, I Wie Innovation, L wie Lobby, M wie Management, N wie Nachhaltigkeit, P wie Projekt, S wie Schulden, T wie Tanzen, V wie Verantwortung, W wie Wachstum. Jochen Meißner schreibt dazu in der Medienkorrespondenz, Heft 20/2015, 16. Mai 2015: „In „Dr. C.’s Conversationslexikon“, das der SWR als eine „Radio-Revue-Reihe zur Therapie grassierender Ahnungslosigkeit“ angekündigt hat, gibt Armin Chodzinski wieder den etwas verkrampften Privatgelehrten im lachsfarbenen Anzug. Als Vortragender breitet er die Schätze seines Wissens aus: sprunghaft und assoziativ, eine Wunderkammer voller Pretiosen, die nebeneinander funkeln und deren Kontext sich erst im Kopf des Hörers herstellen muss.“

Seit 2017 berät Chodzinski Unternehmen, zum Beispiel entwickelte und begleitet er das Förderprogramm Tor 4 – BASF fördert Kunst als künstlerischer Berater.

Chodzinski war von 2017 bis 2020 Gastprofessor für Interdisziplinäre künstlerische Praxis und Theorie an der Universität der Künste Berlin.

Ausstellungen (Auswahl)

Lecture Shows / Performances (Auswahl)

Radio/Fernsehen

Publikationen

Eigenständige Buch- und Katalogpublikationen
als Herausgeber
Beiträge in Publikationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Bewegung - brand eins online. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  2. ↑ CNC Fundamente. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  3. ↑ Vergleiche Belegexemplar der Deutschen Nationalbibliothek DNB 986032603.
  4. ↑ unisg.ch
  5. ↑ Glauben und Wissen. Radio Bremen, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Februar 2013. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) Glauben und Wissen. In: ARD Mediathek. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. August 2018. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  6. ↑ hoerspielundfeature.de: Wir nennen es Corporate Song. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  7. ↑ ZDF Livestreams und Programmübersicht. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  8. ↑ kampnagel.de (Memento vom 9. Dezember 2012 im Internet Archive)
  9. ↑ Kunstverein Hannover. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  10. ↑ Deutscher Künstlerbund e.V. - Ehrenmitglieder. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  11. ↑ Jürgen Ziemer: „Man kann Theorie tanzen“. In: Der Freitag. 25. März 2014, ISSN 0945-2095 (freitag.de [abgerufen am 16. Juni 2017]).
  12. 1 2 3 4 Armin Chodzinski: Dr. C.'s Conversationslexikon seit 2014. In: Dr. C.'s Conversationslexikon seit 2014. Abgerufen am 23. April 2024 (deutsch).
  13. ↑ Hörspielkritik: Mit vorzüglicher Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeiten. In: Hoerspielkritik.de. 29. Oktober 2015, abgerufen am 23. April 2024 (deutsch).
  14. ↑ Tor 4 - BASF fördert Kunst. Abgerufen am 13. Juli 2022 (deutsch).
  15. ↑ Tor 4 – der Berater. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juni 2022; abgerufen am 13. Juli 2022 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. ↑ Leitung und Team. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  17. ↑ NEUSPRÉCH. Abgerufen am 18. September 2020 (deutsch).
  18. ↑ Archivlink (Memento vom 2. September 2011 im Internet Archive)
  19. ↑ real[work] chodzinski. Abgerufen am 9. Februar 2023.
  20. ↑ Programm Sommerfestival 2011 (Memento vom 24. Mai 2012 im Internet Archive)
  21. ↑ Die Nominierungen für /// Das glühende Knopfmikro 2016. In: Berliner Hörspiel Festival. 21. April 2016, abgerufen am 12. Februar 2020 (deutsch).
  22. ↑ Armin Chodzinski u. a.: Kultur und Management im Dialog. (PDF) In: kulturmanagement.net. Kultur und Management, 1. Juli 2013, abgerufen am 28. August 2018.
  23. ↑ Chodzinski, Armin. In: what's next? 12. September 2013 (whtsnxt.net [abgerufen am 28. August 2018]).
  24. ↑ Das Ende der Enthaltsamkeit. In: EDITION NAUTILUS. 2013 (edition-nautilus.de [abgerufen am 28. August 2018]).
  25. ↑ Kunstverein in Hamburg. Archiviert vom Original am 29. August 2018; abgerufen am 28. August 2018.
  26. ↑ Transmission Annual 4: Labour, Work, Action | Sheffield Hallam University. Abgerufen am 28. August 2018 (englisch).
  27. ↑ Kultur & Gespenster Nr 8: Hochstapler (Alexander Adolph, Franzos, Serner und viele mehr). Abgerufen am 28. August 2018.
  28. ↑ SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart. In: Thomas Ernst. 2008 (thomasernst.net [abgerufen am 28. August 2018]).
  29. ↑ Oh Gott, Galerie von Terbuyken, Tillmann, Voss, Tim: HFBK Galerie WSS/. In: Buch findR. 2007 (buch-findr.de [abgerufen am 30. August 2018]).
  30. ↑ Heft Nr. 4 Wirklich Wahr II. Abgerufen am 30. August 2018 (englisch).
  31. ↑ trans_areale_FBhf — afo architekturforum oberösterreich. Abgerufen am 30. August 2018.
  32. ↑ starship-magazine. Abgerufen am 30. August 2018.
Personendaten
NAME Chodzinski, Armin
KURZBESCHREIBUNG deutscher Künstler, Autor und Performer
GEBURTSDATUM 1970
GEBURTSORT Hamburg