Armin Linke

Armin Linke (* 19. Februar 1966 in Mailand) ist ein italienischer Multimediakünstler und Hochschullehrer, der hauptsächlich mit den Medien Fotografie und Film arbeitet.

Leben

Armin Linke nahm als Research Affiliate am MIT Visual Arts program in Cambridge/USA teil, er war Gastprofessor an der IUAV in Venedig sowie Professor für Fotografie an der HfG Karlsruhe und Gastprofessor an der ISIA Urbino. Er war Artist in Residence am Kunsthistorischen Institut in Florenz und Gastkünstler am CERN in Genf. Seit 2024 ist er Professor für Fotografie an der Münchner Akademie der Bildenden Künste.

Arbeit

Armin Linke arbeitet insbesondere mit den Medien Fotografie und Film. In seinen Projekten untersucht er deren Funktionsweisen sowie die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, die ihre Entstehung und Wahrnehmung prägen. Seine Arbeiten machen visuelle Strukturen, Darstellungsformen und Bildsprachen nachvollziehbar. Ein zentraler Aspekt seiner künstlerischen Praxis ist die Beschäftigung mit Bildarchiven – sowohl mit eigenen Beständen als auch mit Materialien anderer Urheberinnen und Urheber. Durch die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und weiteren Fachleuten eröffnet er unterschiedliche Perspektiven auf seine Themen. Dabei kommt der Präsentation und Inszenierung seiner Arbeiten im Ausstellungsraum eine besondere Bedeutung zu.

Seine Werke wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, darunter im Rahmen der 13. Berlin Biennale sowie im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. Seine Installation Alpi gewann 2004 den Sonderpreis bei der Architekturbiennale in Venedig. Sein Forschungs- und Ausstellungsprojekt Image Capital (über Praxis und Geschichte fotografischer Archive), das er mit der Fotohistorikerin Estelle Blaschke erarbeitete, erhielt 2019 den Kubus.Sparda-Kunstpreis des Stuttgarter Kunstmuseums.

Ausstellungen

Publikationen

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Geschichte der HfG Karlsruhe. Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, abgerufen am 3. Juni 2026.
  2. ↑ Armin Linke. In: Art, Culture, and Technology program school of Architecture + Planning. Massachusetts Institute of Technology, abgerufen am 4. Juni 2026.
  3. ↑ Armin Linke Artist in Residence. Kunsthistorisches Institut in Florenz der Max-Planck-Gesellschaft, abgerufen am 3. Juni 2026.
  4. ↑ Prof. Armin Linke. Akademie der Bildenden Künste München, abgerufen am 3. Juni 2026.
  5. ↑ Armin Linke erhält Sparda-Kunstpreis »Kubus« 2019. Art In, 21. Mai 2019, abgerufen am 3. Juni 2026.
  6. ↑ Projekte 2022. Haus der Kulturen der Welt, 19. Mai 2022, abgerufen am 3. Juni 2026.
  7. ↑ Armin Linke. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, abgerufen am 3. Juni 2026.
  8. ↑ Interview mit Armin Linke: Aaltos Gebäude sind Blickmaschinen. Vitra Design Museum, 15. August 2014, abgerufen am 3. Juni 2026.
  9. ↑ A robot's dream. La Biennale di Venezia, abgerufen am 5. Juni 2026.
  10. ↑ Capital Image. Nouvelles technologies et économies de la photographie. Centre Pompidou Paris, abgerufen am 5. Juni 2026.
  11. ↑ EARTH INDICES: Die Verarbeitung des Anthropozäns. Eine Ausstellung von Giulia Bruno und Armin Linke. Haus der Kulturen der Welt Berlin, abgerufen am 3. Juni 2026.
  12. ↑ Blind Sensorium: Antropología Visual. Matadero Madrid, abgerufen am 5. Juni 2026.
  13. ↑ Ausstellung Armin Linke. aut. architektur und tirol, abgerufen am 4. Juni 2026.
  14. ↑ Biennale Architettura History. In: Metamorph 2004 – 9th International Architecture Exhibition. La biennale di Venezia, abgerufen am 4. Juni 2026.
Personendaten
NAME Linke, Armin
KURZBESCHREIBUNG italienischer Multimediakünstler und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 19. Februar 1966
GEBURTSORT Mailand