Armin Locher (* 7. November 1897 in Oberegg, Kanton Appenzell Innerrhoden; † 3. September 1967 ebenda; heimatberechtigt in Oberegg AI) war ein Schweizer Politiker der Konservativen Volkspartei (KVP), der unter anderem zwischen 1939 und 1957 mit Unterbrechungen fünf Mal Landammann des Kantons Appenzell Innerrhoden (1939 bis 1941, 1943 bis 1945, 1946 bis 1949, 1951 bis 1953 sowie 1955 bis 1957) sowie von 1954 bis 1955 Präsident des Ständerats war.
Armin Locher, Sohn des Bierbrauers Johann Locher und der Wirtin, Brauereibesitzerin und Technikpionierin Margarete Moser (1864–1944), war nach dem Erwerb der Handelsmatura an der Kantonsschule St. Gallen zwischen 1919 und 1923 in New York City als Kaufmann der Stickereiexportfirma Hufenus in St. Gallen tätig. In der Folge Übernahme der kaufmännischen Leitung der Brauerei Johann Locher selig Erben in Oberegg. Daneben begann er sein politisches Engagement und fungierte zwischen 1927 und 1937 als Bezirksrat beziehungsweise regierender Hauptmann von Oberegg. Bei den Parlamentswahlen am 27. Oktober 1935 kandidierte er für den einen Sitz des Kantons Appenzell Innerrhoden im Nationalrat und verlor mit 908 Stimmen (40,1 Prozent) als Zweitplatzierter gegen den Erstplatzierten Albert Broger, auf den 1244 Stimmen (55 Prozent) entfielen.
Am 7. Juni 1937 wurde Locher erstmals Mitglied des Ständerates und vertrat in diesem nach seinen Wiederwahlen 1939, 1943, 1947, 1951, 1955 und 1959 bis zum 1. März 1963 den Kanton Appenzell Innerrhoden. Nachdem Locher zwischen 1937 und 1939 als Zeugherr und Militärdirektor Mitglied der Standeskommission gewesen war, der Kantonsregierung von Appenzell Innerrhoden, und 1939 zum Oberstleutnant befördert worden war, bekleidete er vom 30. April 1939 bis zum 27. April 1941, vom 2. Mai 1943 bis zum 29. April 1945, vom 29. April 1946 bis zum 24. April 1949, vom 29. April 1951 bis zum 26. April 1953 sowie vom 24. April 1955 bis zum 28. April 1957 fünf Mal das Amt des Regierenden Landammanns und damit des Vorstehers der Regierung des Kantons Appenzell Innerrhoden, wobei er das Amt im Wechsel mit Carl Alois Rusch und Albert Broger ausübte. Er prägte als Mitglied und zeitweiliger Präsident zahlreicher Kommissionen und Behörden viele kantonale Verfassungs- und Gesetzesvorlagen, zum Beispiel die Lockerung des Amtszwangs, die Schulgesetzgebung, das Kantonalbankgesetz und die neue Zivilprozessordnung.
Locher war führendes Mitglied der katholisch-konservativen Fraktion Appenzell Innerrhoden im Ständerat sowie Mitglied der ständerätlichen Finanz-, Geschäftsprüfungs-, Zolltarif- und der Militärkommission sowie der Kommission für auswärtige Angelegenheiten. Als Präsident der Militärkommission hatte er 1947 die Berichte von General und Bundesrat über den Aktivdienst 1939 bis 1945 vor dem Ständerat zu vertreten. Am 6. Dezember 1954 übernahm er von Jean-Louis Barrelet den Posten des Präsidenten des Ständerats und behielt dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Rudolf Weber am 3. Dezember 1956. Er war seit 1927 mit Helen Frei verheiratet.
| Personendaten | |
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| NAME | Locher, Armin |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (KVP), Ständeratspräsident und Landammann von Appenzell Innerrhoden |
| GEBURTSDATUM | 7. November 1897 |
| GEBURTSORT | Oberegg, Kanton Appenzell Innerrhoden |
| STERBEDATUM | 3. September 1967 |
| STERBEORT | Oberegg, Kanton Appenzell Innerrhoden |