Arnulf Liebing

Arnulf Liebing (* 3. Juni 1927 in Leipzig; † 12. November 2009 in Würzburg) war ein deutscher Antiquar, Autor und Programmierer.

Leben

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft machte er ab 1946 eine Ausbildung zum Antiquar in Leipzig und Berlin. Später wurde er geschäftsführender Gesellschafter der Firma „Journalfranz“ Arnulf Liebing GmbH (später Liebing GmbH) in Würzburg, einer weltweit tätigen Antiquariats-Firma, die 1923 unter der Bezeichnung L. Franz & Co. in Leipzig als Spezialantiquariat für Zeitschriftenrückergänzung in wissenschaftlichen Bibliotheken gegründet worden war. In Würzburg pflegte die Firma neben dem Zeitschriftenantiquariat das Gebiet „Geschichte der Wissenschaften“ besonders und gab Reprints vergriffener Werke heraus. Gleichzeitig war Liebing geschäftsführender Gesellschafter des Physica-Verlags.

Werk

Liebing verfasste mehrere Fachaufsätze im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel über betriebswirtschaftliche Probleme des Antiquariats und des Buchhandels. Seit 1979 beschäftigte er sich außerdem mit der Umsetzung von Arbeitsabläufen des Antiquariats in Computerprozeduren. Von 1985 an entwickelte Liebing ein DOS-basiertes PC-Programm für die Antiquariats-Lagerverwaltung, das zu einer umfassenden Antiquariatssoftware weiterentwickelt wurde. Ab 1988 wurde diese Software unter dem Namen PAL-Antiquariatsprogramm vertrieben. Daneben beschäftigte er sich mit dem Open-Source-Textsatzsystem TeX beziehungsweise LaTeX.

An der „Deutschen Buchhändlerschule“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels unterrichtete er das Thema „Einführung in die Antiquariatskunde“ (95. – 100. Lehrgang).

Publikationen

Einzelnachweise

  1. ↑ DTK = Die TeXnische Komödie. Deutschsprachige Anwendervereinigung TeX.
Personendaten
NAME Liebing, Arnulf
KURZBESCHREIBUNG deutscher Antiquar, Autor und Programmierer
GEBURTSDATUM 3. Juni 1927
GEBURTSORT Leipzig
STERBEDATUM 12. November 2009
STERBEORT Würzburg