| Arrhinolemur | ||||||||||||
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Arrhinolemur muyscorum | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Arrhinolemur | ||||||||||||
| Ameghino, 1898 |
Arrhinolemur ist eine Fischgattung aus der Familie der Engmaulsalmler (Anostomidae), die in Südamerika von Venezuela und Kolumbien im Norden über das Amazonasbecken bis zum Einzugsbereich des Río de la Platas im Süden vorkommt.
Arrhinolemur-Arten sind relativ große Engmaulsalmer, die Maximallängen von 25 bis 60 Zentimeter erreichen. Die Fische haben eine längliche, spindelförmige Gestalt und sind seitlich leicht abgeflacht. Die größte Körperhöhe liegt am Ansatz der Rückenflosse. Das Maul ist endständig oder mehr oder weniger unterständig. Die Prämaxillare und jede Unterkieferhälfte sind mit drei einhöckrigen Zähnen besetzt. Der Rückenflossenansatz liegt direkt oberhalb der Bauchflossenbasis. Die tropfenförmige Fettflosse ist klein. Sie befindet sich oberhalb der hinteren Afterflosse. Die Schwanzflosse ist gegabelt. Die Schuppen sind Rundschuppen. Die Seitenlinie ist vollständig. Sie endet auf den mittleren Strahlen der Schwanzflosse.
Die Gattung Arrhinolemur kommt in den Einzugsgebieten der meisten größeren Flüsse des nördlichen und mittleren Südamerikas vor, fehlt aber in den Küstenflüssen der drei Guyanas und des nordöstlichen Brasiliens. Die meisten Arten wandern zur Fortpflanzung die Flüsse hinauf. Diese Wanderungen finden in der Regel am Ende der Trockenzeit bzw. zum Beginn der Regenzeit statt. Arrhinolemur-Arten ernähren sich von Pflanzen, Insekten, Krebs- und Weichtieren.
Die Gattung Arrhinolemur wurde 1898 durch den argentinischen Naturforscher Florentino Ameghino eingeführt. Grundlage der Beschreibung war ein fossiler, etwa sechs Millionen Jahre alter Schädel, der um das Jahr 1897 von Pedro Scalabrini gefunden und bei der Untersuchung durch Ameghino noch stark in Sediment eingebettet war. Ameghino hielt ihn für den Schädel eines Säugetiers und ordnete ihn einem Verwandten der Lemuren zu. Folglich gab er der Art den Namen Arrhinolemur scalabrinii („Scalabrinis nasenloser Lemur“). Der US-amerikanische Paläontologe George Simpson stellte 1945 fest, dass es sich um den Schädel eines Fisches handelt. In einer weiteren, im Jahr 2012 veröffentlichte Untersuchung, wurde die Art den Engmaulsalmlern zugeordnet und erhielt die Bezeichnung Leporinus scalabrinii.
Im Jahr 2016 beschrieben drei brasilianische Wissenschaftler eine neue Gattung von großwüchsigen Engmaulsalmlern und gaben ihr die wissenschaftliche Bezeichnung Megalepornius. Der Schädel von Arrhinolemur scalabrinii wurde im Februar 2026 anhand von Daten, die durch CT-Scans und vergleichender Osteologie gewonnen wurden, neu beschrieben. Zahlreiche Merkmale von Arrhinolemur stimmen mit denen der Gattung Megaleporinus überein. Megaleporinus wurde gemäß der biologischen Prioritätsregel deshalb mit Arrhinolemur synonymisiert. Die Schwestergruppe der Gattung Arrhinolemur ist der Brachsensalmler (Abramites hypselonotus).

Zur Gattung Arrhinolemur gehören zehn rezente Arten und eine ausgestorbene.