Arthur Kurzweil (geboren 10. August 1951 in New York City) ist ein US-amerikanischer Autor, Verleger, Herausgeber und Pädagoge. Seine Arbeitsschwerpunkte sind das Judentum, die jüdische Genealogie und die Vermittlung jüdischer Religions- und Geistesgeschichte. Darüber hinaus ist er als Zauberkünstler tätig.
Kurzweil ist der Sohn von Evelyn Zisil Kurzweil, geborene Gottlieb (1922–2015) und Saul Harry Kurzweil (1921–2014). Er wuchs in East Meadow im US-Bundesstaat New York auf. Er studierte am New College der Hofstra University, wo er 1971 einen Bachelorabschluss erwarb, und absolvierte 1972 ein Bibliothekswissenschaftsstudium an der Florida State University.
Von 1984 bis 2001 war Kurzweil als Herausgeber, Verleger und Vizepräsident beim Verlag Jason Aronson tätig. In dieser Zeit verantwortete er die Veröffentlichung von mehr als 650 Büchern zu Themen des Judentums. Zu den Autoren des Verlags gehörten unter anderem Adin Steinsaltz, Elie Wiesel, Aryeh Kaplan und Joseph B. Soloveitchik. Anschließend arbeitete er als Judaica-Berater für den Verlag John Wiley & Sons vormals Jossey-Bass.
Kurzweil verfasst Bücher über jüdische Religion, Geschichte und Tradition. Zu seinen Veröffentlichungen zählen From Generation to Generation: How to Trace Your Jewish Genealogy and Family History (1980), ein Leitfaden zur Erforschung der jüdischen Familiengeschichte, sowie On the Road with Rabbi Steinsaltz (2006), in dem er seine langjährige Verbindung zum Rabbiner Adin Steinsaltz beschreibt. Außerdem veröffentlichte er mehrere Bände der Reihe For Dummies, darunter Kabbalah for Dummies (2007) und The Torah for Dummies (2008). 2022 erschien seine autobiografische Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte und der Schoa unter dem Titel The Persistence of Memory: My Father's Ukrainian Shtetl—A Holocaust Reckoning.
Neben seiner verlegerischen und schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sich Kurzweil in der jüdischen Erwachsenenbildung. Er hält Vorträge und unterrichtet unter anderem zu Themen wie Talmud, Kabbala und jüdischer Familiengeschichte. Als Herausgeber betreute er außerdem Werke zur jüdischen Kultur und Religionsgeschichte. Er und seine Frau Bobby Dor Kurzweil haben acht Kinder und dreizehn Enkelkinder.
Kurzweil gehörte 1977 zu den Mitbegründern der ersten jüdischen genealogischen Gesellschaft. Gemeinsam mit Steven W. Siegel gab er von 1977 bis 1982 die Zeitschrift Toledot: The Journal of Jewish Genealogy heraus. 1999 erhielt er für seine Verdienste um die jüdische Genealogie einen Preis für sein Lebenswerk von der „International Association of Jewish Genealogical Societies“.
Kurzweil beschäftigt sich auch mit den religiösen und ethischen Dimensionen der Familienforschung. In seinen Veröffentlichungen verbindet er genealogische Forschungsmethoden mit Fragen jüdischer Geschichte und Erinnerungskultur.
Kurzweil ist Mitglied der „Society of American Magicians“ und der „International Brotherhood of Magicians“. Seit 2004 präsentiert er das Programm „Searching for God in a Magic Shop“, in dem er Zauberkunst mit Fragen jüdischer Spiritualität verbindet. Außerdem beschäftigte er sich mit dem Einsatz von Zaubertricks in der Rehabilitation.
| Personendaten | |
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| NAME | Kurzweil, Arthur |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Judaist, Autor, Verleger |
| GEBURTSDATUM | 10. August 1951 |
| GEBURTSORT | New York City |