Preil absolvierte eine Ausbildung als Buchhändler beim Verlag Ullstein in Berlin. Danach war er beim Verlag Reclam in Leipzig als Abteilungsleiter der Sparte „Humoristica“ tätig.
Schon mit jungen Jahren begann er Couplets zu schreiben. Sein Markenzeichen war der sächsische Dialekt. Preil begann seine Karriere bei den Leipziger Krystallpalast-Sängern. Daneben betrieb er mit seiner Frau eine Musikalienhandlung in Leipzig. Die Isiphon-Schallplattengesellschaft brachte als erste Aufnahmen mit Preil heraus, später folgten die Deutsche Grammophon und andere.
Rund 400 Schallplattenaufnahmen und eine Vielzahl von Rundfunk-Sendungen machten ihn zu einem der erfolgreichsten Humoristen in Deutschland. Nach Mitte der dreißiger Jahre besaß Preil eine eigene Gastspieldirektion mit eigenem Ensemble. In dieser wirkten auch als Kinder die späteren Kessler-Zwillinge mit.
Nach 1945 blieb Preil in Leipzig. Er gab noch Gastspiele, trat in Varietés und in Veranstaltungen der Staatlichen Konzert- und Gastspieldirektion auf.
Arthur Preil hatte einen Sohn, Arthur Preil junior, der ebenfalls als Humorist auftrat. Der Autor, Schauspieler und Kabarettist Hans-Joachim Preil war sein Neffe.
Werke (Auswahl)
Arthur Preil, B. Richter: Ein vaterloses Zwillingspaar: urkomisches Duett für zwei Herren [=Band 103 von Richters Duette], Verlag Richter, 1910, 3 S.
Arthur Preil: Die Knatschenbach'n beim Groß-Reinemach'n! Urkomische Soloszene mit Gesang für 1 Herrn oder 1 Dame; op. 246 [=Band 150 von Richters Soloszenen] Verlag Richter, 1920, 3 S.
Arthur Preil: Sächsisches Funkbrettl. Rundgefunkter sächsischer Blumenkohl vom Rundfunk humoristen Arthur Preil, Preisträger in der mitteldeutschen Humormeisterschaft. Leipzig, Verlag A.Bergmann, 1931, 93 Seiten
Arthur Preil: Lachwellen [aus dem sächsischen Funkbrettl] Leipzig, Verlag A.Bergmann, 1932, 32 Seiten
Arthur Preil: Das gekitzelte Mikrophon. o.Verl. 1932, 94 Seiten
Arthur Preil: Der lachende Abend mit Arthur Preil, dem bekannten mitteldeutschen Humoristen mit eigenen Vorträgen. o.Verl. 1936
Arthur Preil: Vom Hundertsten ins Tausendste. Das lustige Arthur-Preil-Buch. Bewährtes Funkbrettl zum Lesen u. Vortragen. Leipzig, O.Teich, 1939, 78 S.
Arthur Preil: Lachwellen gesendet vom volkstümlichsten Mitteldeutschen Rundfunkhumoristen
Arthur Preil unter dem Motto: Ein Abend des Lachens. Wiesbaden, Wilhelm Gebauer, o.J. (um 1950, Neuauflage)
Arthur Preil: Ein bunter Abend mit Arthur Preil, dem bekanntesten mitteldeutschen Rundfunk-Humoristen: Versgeleimtes u. Ungereimtes, vom Hundertsten ins Tausendste zum Vortrag bei allen geselligen Veranstaltungen. Leipzig, Verlag Otto Teich, 1952, 78 Seiten
Arthur Preil: Der Komiker: Eine Sammlung erprobter Vorträge von durchschlagender Wirkung. Recklinghausen, Iris Musik- u. Theater-Verl. Mallmann, 1953, 96 Seiten
Aufnahmen (Auswahl)
Aber da verdrehst du die Pupill'n: Grammophon 985 (1684 BN-II)
Ä heller Sachse (Text: Richard Klein): Isiphon 962
Also, paß mal auf: Isiphon 808
Bemmchen als Dienstmann: Polyphon 31 530 (3610 ar)
"Lustige Sägespäne" oder "Das traute Heim": Grammophon 22310 mx. 1754BR IV Mechan. Copt. 1929
Wiederveröffentlichungen
Sammlungen
CD Arthur Preil: Tausend Worte Säggsisch - Stimmen aus dem 20. Jahrhundert.
Artikel-Nr.: 5506, Laufzeit: 56 Min. Label: archiv-record
CD Arthur Preil: Richtiger säggs’scher Kram ID 546157, Kat.Nr.3919 Falcon Neue Medien.
Einzeltitel
CD Rare Schellacks - Sachsen - Volkssaenger 1910–1932. label: trikont/d, style: ethnic / world, released 8/2010. B317580, Katalog Nr. US0264
CD Mei Gudsdr was sagste denn nu? Berlin, Edition Barbarossa, 2000. Bestell-Nr.: 10 323 BB. ISBN 3-359-01038-8
Literatur
Matthias Biskupek: Deutschbayerisches Sächsisch - ein Kabarett-Essay von M.B. Mit Originaltönen u. a. von Arthur Preil, Karl Valentin, Tom Pauls und Gerhard Polt. Mitteldeutscher Rundfunk 2007 .
Berthold Leimbach: Tondokumente der Kleinkunst und ihre Interpreten 1898–1945. Göttingen, im Selbstverlag 1991, unpaginiert.
Sandra Rühr: Tondokumente von der Walze zum Hörbuch. Geschichte - Medienspezifik - Rezeption, 460 S. m. zahlr. Abb., V&R unipress 2008 - ISBN 3-89971-473-3, S. 54