Arts-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
E79.8 Sonstige Störungen des Purin- und Pyrimidinstoffwechsels
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Arts-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen einer Ataxie, Schwerhörigkeit und Optikusatrophie.

Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1993 durch den niederländischen Kinderneurologen Willem F. M. Arts.

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurde eine Familie in 5 Generationen beschrieben. Die Vererbung erfolgt X-chromosomal rezessiv.

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im PRPS1-Gen am Genort Xq22.3 zugrunde (s. Ribosephosphat-Diphosphokinase). Eine Mutation mit verminderter Enzymaktivität kann auch beim X-chromosal-rezessiven Rosenberg-Chutorian-Syndrom (CMTX5) und der X-chromosomalen Taubheit DFNX1 ursächlich sein, während eine erhöhte Enzymaktivität bei der PRPS1-Überaktivität vorliegt.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:

Heilungsaussicht

Die Prognose ist ungünstig, die beschriebenen Patienten verstarben im Kindesalter.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Eintrag zu Letale Ataxie mit Schwerhörigkeit und Optikusatrophie. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. ↑ W. F. Arts, M. C. Loonen, R. C. Sengers, J. L. Slooff: X-linked ataxia, weakness, deafness, and loss of vision in early childhood with a fatal course. In: Annals of neurology. Band 33, Nummer 5, Mai 1993, S. 535–539, doi:10.1002/ana.410330519, PMID 8498830.
  3. ↑ Eintrag zu Phosphoribosylpyrophosphat-Synthetase-Überaktivität. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  4. ↑ Disease markers. Bd. 2015, 2015, S. 127013, doi:10.1155/2015/127013, PMID 26089585, PMC 4458296 (freier Volltext) (Review).