Arzu Ermen
Leben
Arzu Ermen wurde 1968 als Tochter türkischer Einwanderer im Rheinland geboren. 1984 und 1985 nahm sie als Liedermacherin mit eigenen Texten und Kompositionen erfolgreich am Bundeswettbewerb Junge Musikszene teil. Nach dem Fachabitur begann sie zunächst ein Studium der Sozialarbeit an der Fachhochschule Köln , trat aber ab den späten 80er Jahren regelmäßig als Musikerin in Kölner Clubs und Hotelbars auf.
Von 1992 bis 1995 absolvierte sie ein Studium an der Schauspielschule des Theater der Keller in Köln. Noch während des Studiums trat sie mit dem eigenen deutsch-türkischen Soloprogramm Zwischen den Zeilen in Kreuztal auf. Im letzten Semester wurde sie von Willy Millowitsch für das Stück Schlossermeister Bollmann engagiert. Nach ihrem Abschluss folgte ein Engagement am Landestheater Detmold über vier Spielzeiten, wo sie unter anderem die Hauptrollen in den Stücken Die Zofen und Die Fremdenführerin spielte. Ihre erste Komödien-Hauptrolle spielte sie am Millowitsch-Theater an der Seite von Peter Millowitsch .
Seit 1998 arbeitet sie freiberuflich mit regelmäßigen Engagements an deutschen Komödienhäusern, unter anderem unter der Regie von Wolfgang Spier an der Komödie Frankfurt , am Contra Kreis Theater Bonn, an der Komödie im Bayerischen Hof München, der Komödie Düsseldorf , der Comödie Bochum sowie dem Grenzlandtheater Aachen . Mit der Konzertdirektion Landgraf ging sie unter anderem mit dem Stück Ghetto in der Hauptrolle der Chaja Rosenthal und mit dem Kriminalstück Die Todesfalle auf Tournee.
Seit 1995 spielt Arzu Ermen Gastrollen in diversen Fernsehproduktionen, darunter Tatort , Verbotene Liebe und Die Fallers . 1999 spielte sie die Rolle der Juanita in dem Kinofilm Wanted von Harald Sicheritz . 2003 trat sie mit eigenen Stand-up-Comedy -Nummern deutschlandweit auf, unter anderem im Quatsch Comedy Club und am Schmidt Theater .
Arzu Ermen lebt in Köln und engagiert sich ehrenamtlich in der Obdachlosenhilfe und für traumatisierte Kinder.
Filmographie
1995: Harmonie , Regie: Rainer Ecke
1995: Die Fallers , Regie: George Moorse
1995: Verbotene Liebe , Regie: Christoph Klünker
1996: SK-Babies , Tödliche Geschwisterliebe, Regie: Martin Gies
1998: Tatort: Brandwunden , Regie: Detlef Rönfeldt
1998: Die Stadtklinik , Regie: Peter Ristau
1999: Wanted , Regie: Harald Sicheritz
2000: Verbotene Liebe , Regie: Ulf Borchert
2001: Wie buchstabiert man Liebe? , Regie: Christine Hartmann
2006: Verbotene Liebe , Regie: Tillmann Schillinger , Urs Disseler
2006: Unter Uns , Regie: Britta Keils
2008: Die Anrheiner , Regie: Klaus Wirbitzky
2014: Bettys Diagnose , Regie: Sabine Bernardi
2015: Die Tragödie von Mr. Chu , Regie: Teresa Bieger
Theater (Auswahl)
1994: Schlossermeister Bollmann, Volkstheater Millowitsch
1995: Die Zofen, Landestheater Detmold
1996: Viel Lärm um nichts , Landestheater Detmold
1996: Das Mädchen in der Suppe, Komödie Düsseldorf
1997: Sorbas , Landestheater Detmold
1997: Die Fremdenführerin, Landestheater Detmold
1997: Der nackte Wahnsinn, Landestheater Detmold
1998: Die Dreigroschenoper , Landestheater Detmold
2000: Mitgemacht – Bargeld lacht, Volkstheater Millowitsch
2001: Die lustigen Weiber von Windsor , Theaterunternehmen Kuhnen
2002: Ghetto, Theaterunternehmen Landgraf
2005: Ankomme. Dienstag. Stop. Fall nicht in Ohnmacht, Comödie Bochum, Duisburg, Wuppertal
2005–2007: Love Jogging, Die Komödie Frankfurt, Contra-Kreis-Theater Bonn
2006: Die bessere Hälfte, Die Komödie Frankfurt
2006/2007: Othello darf nicht platzen , Die Komödie Frankfurt
2008: Der nackte Wahnsinn, Konzertunternehmen Landgraf
2008: Boeing Boeing , Die Komödie Frankfurt
2008–2010: Im Himmel ist kein Zimmer frei, Komödie im Bayerischen Hof , Münchner Tournee, Contra-Kreis-Theater
2009: Im Himmel ist kein Zimmer frei, Die Komödie Frankfurt
2010/2011: Johnny Cash – The man in black , Konzertdirektion Landgraf
2012/2013: Todesfalle, Konzertdirektion Landgraf
2013: Ein Sommernachtstraum , Festspiele Heppenheim
2014: Zwiebeln und Butterplätzchen, Komödie am Altstadtmarkt Braunschweig, Contra-Kreis-Theater Bonn
2016: Und ewig rauschen die Gelder , Die Komödie Frankfurt
2016/2017: Chaos auf Schloss Haversham (The play that goes wrong), Fritz Rémond Theater , Frankfurt
2017: Im Himmel ist kein Zimmer frei , Komödie im Marquardt , Stuttgart
2017: Spatz und Engel, Fritz Remond Theater Frankfurt
2017: Die Feuerzangenbowle , Fritz Remond Theater Frankfurt
2018: Der nackte Wahnsinn (Dotty), Stadttheater Koblenz
Einzelnachweise
1 2 3 Friedhelm Görgens: Künstler-Leben aus dem Koffer . in: Rheinische Post; 30. Juni 2011, S. C4
↑ Kopftuch als Symbol zweier Kulturen, in: Siegener Zeitung, 22. Februar 1994
1 2 3 Theater. In: Persönliche Website. Abgerufen am 13. April 2016 .
↑ Chaos auf Schloss Haversham. In: Spielplan 70. Spielzeit. Fritz Rémont Theater, 2016, abgerufen am 10. Juni 2017 .
↑ Spatz und Engel. In: kulturkurier.de. Abgerufen am 10. Juni 2017 .
↑ Die Feuerzangenbowle. In: fritzremond.de. Abgerufen am 10. Juni 2017 .