| Asellariales | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Asellaria | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Asellariales | ||||||||||||
| J.-F. Manier ex J.-F. Manier & R.W. Lichtwadt in Lichtwardt & Manier, 1978 |
Die Asellariales sind eine Ordnung von pilzähnlichen Organismen. Sie zählen zu der Abteilung Mucoromycota. Die genaue systematische Einordnung steht noch unter Diskussion. Die Ordnung der Asellariales umfasst 14 bekannte Arten in drei Gattungen, nämlich die Baltomyces, Orchesellaria und Asellaria. Sie kommen im Darmtrakt von bestimmten Insekten und Asseln vor.
Die Körper (Thalli) der Arten bestehen aus einzelnen, septierten Hyphen. Deren Basalzellen setzen sich an der Innenwand des Darmtraktes des Wirts fest. Diese Pilze vermehren sich überwiegend ungeschlechtlich, wobei sich die Hyphen in Arthrosporen und längliche Sporangien aufspalten. Die asexuelle Fortpflanzung erfolgt durch Arthrosporen, während die Sporangien der sexuellen Fortpflanzung dienen. Aus jedem Sporangium wird eine längliche Spore freigesetzt. Bei der Art A. jatibonicua wurden zum ersten Mal Zygosporen bei den Asellariales festgestellt. Die kugelförmigen, dickwandigen Zygosporen von A. jatibonicua unterschieden sich deutlich von den konischen oder bikonischen der Harpellales oder den gekrümmten bis spiralig gewundenen Zygosporen, die heute für die Art Orphella der Harpellales bekannt sind.
Bei der Art Asellaria ligiae ähnelt die Entwicklung der Arthrosporen der Trichosporenbildung bei einigen Vertretern von Harpellales, hier vor allem der Sporen bei Carouxella.

Arten der Asellariales leben im Darm von bestimmten Asseln und Springschwänzen (Collembola). Sie sind für ihr Wachstum vollständig von ihren Wirtsorganismen abhängig und ernähren sich vom Darminhalt der Wirtsorganismen, wobei sie als Kommensalen fungieren, eine Schädigung der Wirte ist nicht bekannt. Asellaria-Arten leben im Enddarm von verschiedenen Asselarten, die im Meer, Süßwasser oder Land vorkommen. Zu den in terrestrischen Asselarten lebenden Arten zählen Asellaria dactylopus und A. jatibonicua. Arten von Orchesellaria kommen im Enddarm von Collembolen vor. Die Art O. mauguioi wurde aus Agrenia bidenticulata, einer nicht nähere bestimmten Art der Isotoma sowie Isotomurus palustris (Sumpfspringschwanz) isoliert. Die Art Baltomyces styrax wurde im Jahr 1999 entdeckt und beschrieben. Sie wurde in stehenden und fließenden Gewässern in verschiedenen Ländern Nordamerikas gefunden.
Die Asellariales zählen zu der (nicht mehr taxonomischen) Gruppe der Zygomycota. Symbiontische Arten dieser Gruppe, die im Darm von Arthropoden leben, sind hier innerhalb der Ordnungen Asellariales und Harpellales vorhanden. Sie heften sich durch Haftorgane an den Wirt. Die übrigen Ordnungen der Zygomycota hingegen sind Saprobionten, Ektomykorrhiza-Pilze oder Parasiten von Tieren oder Pflanzen.
Die Systematik der Pilze ist im Fluss und die Stellung der Ordnung Asellariales noch nicht ganz sicher. Die Ordnung Asellariales wurde im Jahr 1932 aufgestellt, als die Typusart Asellaria caulleryi aus den Hinterdärmen von Wasserasseln beschrieben wurde. Im "Catalogue of Life" wird sie zu der Abteilung Mucoromycota gestellt, eine Klasse ist noch nicht festgelegt ("Not assigned"). Alternativ wird sie zu der Klasse Kickxellomycetes innerhalb der Unterabteilung Kickxellomycotina gestellt. Beim "Catalogue of Life" wird eine Familie zu den Asellariales gestellt, die Asellariaceae. Hier sind 3 Gattungen vertreten: Baltomyces, Orchesellaria und Asellaria.
Zu der Gattung Asellaria zählen 9 Arten (Stand Juni 2026). Die Orchesellaria umfasst vier Arten, die alle von Springschwänzen (Collembola) bekannt sind. Baltomyces enthält nur eine Art, Baltomyces styrax.
Es folgt eine Liste der Gattungen und einigen Arten: