| Operndaten | |
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| Titel: | Alse og Alida |
| Form: | Oper in zwei Akten |
| Originalsprache: | Norwegisch |
| Musik: | Bent Sørensen |
| Libretto: | Jon Fosse |
| Literarische Vorlage: | Jon Fosse: Trilogie |
| Uraufführung: | 29. März 2025 |
| Ort der Uraufführung: | Grieghallen, Bergen |
| Spieldauer: | ca. 110 Minuten |
| Ort und Zeit der Handlung: | Bjørgvin (Bergen), Norwegen |
| Personen | |
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Alse og Alida ist eine von Bent Sørensen komponierte Oper in zwei Akten, deren Libretto in Nynorsk von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse basierend auf seiner Trilogie verfasst wurde. Die Uraufführung erfolgte am 29. März 2025 in den Grieghallen in Bergen.
Asle und die schwangere Alida erreichen die Stadt Bjørgvin (ein altertümlicher Namen für Bergen). Sie verkaufen ihr Boot und suchen eine Unterkunft, werden jedoch stets abgewiesen. Eine alte Frau klagt sie an, in Sünde zu leben und verweigert ihnen die Unterkunft. Ein junge Frau bietet Asle Unterkunft an, beschimpft jedoch Alida und ein alter Mann lädt beide in seine Herberge ein, doch seine offene Lüsternheit widert Alida an. Auf der Straße träumen sie sich zurück in die Sommernacht ihrer ersten Begegnung, bei der Asle die Geige spielte. Seitdem sind sie als Liebespaar Asle und Alida unzertrennlich. Es stellt sich heraus, dass die beiden vom elterlichen Hof geflohen sind, weil Alida Geld ihrer Mutter stahl und diese wütend Asle konfrontierte.
Schließlich treffen sie erneut auf die alte Frau, die ein offensichtlich unbewohntes Haus abschließt. Doch auch diesmal verweigert sie ihnen Obdach und verspottet die erschöpfte Alida. Asle überwältigt die Frau und bringt den Schlüssel an sich. Er zerrt die Alte fort, die nie wieder gesehen wird. Im Haus bringt Alida den gemeinsamen Sohn Sigvald zur Welt.
Asle und Alida haben Bjørgvin verlassen, um im Winter in einem Haus am Fjord zu leben. Asle reist nach Bjørgvin zurück, um Eheringe zu kaufen, seine Geige hat er zu diesem Zweck verschachert. Als er abreist, hat Alida die Vorahnung, ihn nie wieder zu sehen.
In Bjørgvin irrt Alse auf der Suche nach dem Juwelier durch die Straßen und trifft wieder auf den alten Mann, der ihn bedroht. Auch die junge Frau versucht erneut, ihn zu verführen und beleidigt ihn, als er sie zurückweist. Ein junger Mann taucht auf, der behauptet, Asle aus seiner Heimatstadt Dylgja zu kennen. Er zeigt Asle ein wunderschönes Armband, das er beim Juwelier für seine zukünftige Braut gekauft hat und bietet ihm an, ihn zu dem Juwelier zu bringen, der ein weiteres Armband besitzt. Auf dem Weg hält der alte Mann sie auf und erzählt, dass in Dylgia ein Mann ertrunken ist, sein Boot gestohlen und seine Frau in ihrem Haus ermordet wurde. Außerdem verschwand eine alte Frau, als Asle zuletzt nach Bjørgvin kam. Er wird ihn nun zum Henker bringen, damit er für seine Verbrechen büßt.
Alida fühlt sich unruhig und einsam im Haus am Fjord und macht sich schließlich auf den Weg nach Bjørgvin. Auf dem Weg trifft sie den jungen Mann, der sich ihr als Åsleik aus Vik vorstellt und ihr anbietet, sie in seinem Boot dorthin mitzunehmen, was Essen und Wärme verspricht. Alida lehnt ab, da sie ihren geliebten Asle finden will, doch Åsleik erzählt ihr, dass er Asles Hinrichtung in Björgvin miterlebt hat und gibt ihr das Armband. Als Alida fragt, ob dies ein Geschenk von Asle sei, antwortet der junge Mann, dass sie dies glauben könne. Er erzählt ihr, dass er auch eine alte Geige besitze und ihr kleiner Sohn Sigvald doch lernen solle, sie zu spielen.
Alida ist immer noch unentschlossen und ruft sehnsüchtig nach Asle. Seine Stimme antwortet ihr aus dem Nichts und sagt, sie solle Asleif folgen, denn er, Asle, werde immer bei ihr sein, im Wind, in der Musik und ihrem Sohn. Sie werden für immer Asle und Alida sein.
Die Orchesterbesetzung der Oper umfasst die folgenden Instrumente:
Die Oper wurde von Eivind Gullberg Jensen dem Direktor der Nationaloper Bergen als erstes Werk nach seiner Ernennung beauftragt und in Kooperation mit dem Dänischen Staatstheater (Kopenhagen) produziert. Das Libretto verfasste Jon Fosse basierend auf seiner Trilogie. Dasselbe Sujet war erst wenige Jahre zuvor vom Komponisten Péter Eötvös unter dem Titel Sleepless vertont werden.
Die Uraufführung erfolgte am 29. März 2025 in den Grieghallen in Bergen mit dem Philharmonischen Orchester Bergen und dem Edvard-Grieg-Chor, dirigiert von Johannes Gustavsson. Regie führte Sofia Adrian Jupither, das Bühnendesign stammte von Erlend Birkeland, die Kostüme von Maria Geber, das Lichtdesign von Ellen Ruge und die Videos von Emi Stahl. Die Solisten waren Wiktor Sundqvist (Asle), Louise McClelland Jacobsen (Alida), Johannes Weisser (alter Mann), Randi Stene (alte Frau), Christina Jønsi (junge Frau), Frank Kjosås (Åsleik) und Alma Serafin Kraggerud (Solovioline).
Weitere Aufführungen in Bergen gab es bis zum 4. April 2025. Am Dänischen Staatstheater wurde die Oper vom 21. Mai bis zum 6. Juni 2025 gezeigt.
Die Reaktionen auf die Oper waren gemischt. Erling E. Guldbrandsen von ballade.no bezeichnete die Oper als „Meisterwerk“, das Fosses literarische Eigenart erhalte und mit Sørensens musikalischem Talent verbinde. Die Kritikerin Maja Sievers Skanding schrieb dagegen, die Unruhe der Präsentation passe nicht zu Fosses literarischer Art, die Musik, die das zentrale Element einer Oper sein solle, vermöge es nicht, dem spannenden Libretto zu echten Höhen zu verhelfen. Sie merkt zudem an, dass einige der Sänger mit den Texten in Nynorsk Probleme hätten.
Diese sprachlichen Probleme wurden auch im schwedischen Aftonbladet aufgegriffen. Die Geschichte könne Fosses hynoptischer Schreibweise nicht gleichkommen, es fehle an dramatischer Kraft. Die Stimmen der Hauptdarsteller Wiktor Sundqvist und Louise McClelland Jacobsen seien sehr gut, aber die Solopartien böten ihnen nicht die Möglichkeit, ihren Charakter voll zu entwickeln. Die Orchestrierung durch das Philharmonische Orchester wurde als „wirklich magische, eisige Klänge“ gelobt. Hilde Halvorsrød nannte die Opernversion „verflacht“, die Rollen blieben „schablonenhaft“, auch wenn die Solisten die gesanglichen Anforderungen meistern könnten.
In Dänemark wurde Asle und Alida für den Reumert als beste Oper 2025 nominiert.