Astarten

Astarten

Nördliche Astarte (Astarte borealis)

Systematik
Klasse: Muscheln (Bivalvia)
Unterklasse: Autolamellibranchiata
Überordnung: Heterodonta
Ordnung: Carditida
Überfamilie: Crassatelloidea
Familie: Astarten
Wissenschaftlicher Name
Astartidae
d’Orbigny, 1844

Die Astarten (Astartidae) sind eine Muschel-Familie aus der Ordnung der Carditida. Die ältesten Vertreter sind schon aus dem Devon bekannt.

Merkmale

Die gleichklappigen, kleinen bis mittelgroßen Gehäuse sind im Umriss gerundet-dreieckig bis gerundet rechteckig. Die nach vorne eingerollten, relativ spitzen Wirbel sitzen meist mittig oder leicht zum Vorderende hin verschoben. Der Ventralrand ist gut gerundet.

Das Ligament liegt extern mit einer Nymphe (ohne definierte interne Ligamentgrube). Das heterodonte Schloss weist die Schlossformel 3a, 3b/2 und 4 auf; 3a kann reduziert sein und 5b kann oft vorhanden sein. Die seitlichen Laminae sind, wenn vorhanden in der linken Klappe, oft verdoppelt.

Die Ornamentierung besteht aus konzentrischen Rippen oder Anwachsstreifen, die sich zum Rand verschwinden können. Der Bereich um den Wirbel ist immer berippt. Auf der Schaleninnenseite werden periodisch Lagen von radialen Rippchen abgelagert. Es zwei meist etwa gleich große Schließmuskeln vorhanden. Die Mantellinie ist ganzrandig.

Geographische Verbreitung und Lebensraum

Die Arten und Gattungen der Familie der Astarten sind weltweit verbreitet. Es handelt sich meist um Kaltwasserarten, die vom Flachwasser bis in mehrere Tausend Meter Wassertiefe vorkommen. Sie leben halb oder ganz eingegraben in Schlamm- und Feinsandböden dicht unter der Sedimentoberfläche, da ihre Siphonen recht kurz sind.

Die meisten (alle?) Arten der Familie brüten ihre Eier im Mantelraum aus. Die Nachkommen verlassen die Mantelhöhle als fertige Jungmuscheln.

Taxonomie

Das Taxon wurde 1844 von Alcide Dessalines d’Orbigny aufgestellt. Philippe Bouchet und Jean-Pierre Rocroi (2010) und Joseph Carter (et al., 2011) unterteilen die Familie in sieben Unterfamilien:

Belege

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Alcide Dessalines d’Orbigny: Paléontologie française; description zoologique et géologique de tous les animaux mollusques et rayonnés fossiles de France, Terrains crétacés, 3: 807 S., Paris, Bertrand, („1843“) 1844-48. Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 51)
  2. ↑ MolluscaBase: Astartidae d’Orbigny, 1844
  3. 1 2 Ronald N. Gardner, Hamish J. Campbell: Oxyeurax and Hemipelex, new names for Oxyloma and Hemimenia Gardner & Campbell, 2002, preoccupied (Mollusca: Bivalvia: Astartidae). New Zealand Journal of Geology and Geophysics, 50:4, 365-365, 2007 doi:10.1080/00288300709509843
  4. 1 2 Ronald N. Gardner & Hamish J. Campbell: Middle to Late Jurassic bivalves of the genera Neocrassina and Trigonopis from New Zealand. New Zealand Journal of Geology and Geophysics, 45(3): 323-347, 2002 doi:10.1080/00288306.2002.9514977
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