Astrid Busch

Astrid Busch (* 1968 in Krefeld) ist eine deutsche bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf.

Leben

Aufgewachsen in Krefeld, absolvierte Astrid Busch in Düsseldorf eine Lehre zur Tischlerin. Anschließend studierte sie von 1996 bis 2000 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Werner Knaupp und von 2000 bis 2002 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo sie ihr Studium 2003 als Meisterschülerin von Katharina Grosse abschloss.

Ihre Werke waren unter anderem in Ausstellungen im Maison des Arts Solange-Baudoux in Evreux, im HayArt Cultural Centre in Eriwan, im Hetjens-Museum in Düsseldorf, im Museum Kunst der Westküste auf der Insel Föhr, sowie im Kunstpalast Düsseldorf zu sehen.

Werk

Astrid Busch, Post Privacy, 2014, ortsspezifische Installation, Delikatessenhaus, Leipzig

Astrid Buschs Werk umfasst Installationen, Fotografien, Papierarbeiten, Objekte und Bewegtbilder.

Ihre Werke basieren im Wesentlichen auf der Auseinandersetzung mit Architektur sehr unterschiedlicher Orte und der mit ihnen verbundenen Kulturen, wie Istanbul, Le Havre oder Eriwan.

Sie untersucht diese Bauten künstlerisch auf ihre sinnliche Wahrnehmbarkeit und ihre Wirkung auf den Menschen. Dabei berücksichtigt sie die spezifischen Gegebenheiten, der jeweiligen Orte, sodass Lichtverhältnisse, Geräusche und Klänge, neben materiellen Besonderheiten, in die Werke mit einfließen.

Ihre Motive beziehen sich auf vorgefundene und autopoietisch erzeugte Bilder, die transformiert und in den Dimensionen verändert werden und anschließend unter komplexen Lichtverhältnissen auf verschiedene Bildträger in den Raum übersetzt oder als Skulptur weiterentwickelt werden. Unterschiedliche Medien und Zeitebenen werden dabei verknüpft, wodurch ein dichtes Netz an Bezügen und eine Vielfalt möglicher Lesarten entsteht.

Während ihres Studiums der Malerei begann sie zunehmend mit den Mitteln der Fotografie zu arbeiten, zunächst mit analoger Technik im Bereich der inszenierten Fotografie zur Schaffung von erzählerischen Situationen. Relevant wurde dabei die intermediale Grenzüberschreitung zwischen Malerei, Film, Theater und Fotografie.

Diese anfänglich im Einzelbild integrativ vereinte Medialität mit greifbaren Motiven wandelte sich im Lauf der Jahre formal hin zur Wendung nach außen, mit installativen Raumkonzepten, die konkrete ortsspezifische Referenzsysteme schaffen, zugleich bei den Sujets selbst deutlich abstrakter bleiben.

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen und Stipendien (Auswahl)

Sammlungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ https://nannapreussners.de/kuenstlerinnen/detail/astrid-busch/
  2. ↑ Evelyn Vogel: Liebeserklärung ans Licht. In: sueddeutsche.de. 27. Mai 2021, abgerufen am 28. Januar 2024.
  3. ↑ Städtische Galerie Wolfsburg: Kunstgespräch in der Mittagspause - Mai 2020 auf YouTube, 13. Januar 2021, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 12:06 min).
  4. ↑ https://galerielaforme.com/2017/06/08/back-ground/
  5. ↑ Alfred Ehrhardt Stiftung: Künstler-Interview mit Astrid Busch auf YouTube, 29. Juni 2021, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 3:04 min).
  6. ↑ https://festival-fotografischer-bilder.de/astrid-busch-interview/
  7. ↑ https://as.nyu.edu/research-centers/deutscheshaus/cultural-program/residency-interviews/interview-with-astrid-busch.html
  8. ↑ https://d-nb.info/1233801449
Personendaten
NAME Busch, Astrid
KURZBESCHREIBUNG deutsche bildende Künstlerin
GEBURTSDATUM 1968
GEBURTSORT Krefeld