
Astrid Dehe (* 28. Januar 1965 in Jülich) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Dehe wuchs in Aachen auf. Bereits während ihrer Schulzeit arbeitete sie als freie Journalistin für die Aachener Zeitung und als freie Mitarbeiterin für den Bergmoser + Höller Verlag. Nach dem Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen studierte sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Germanistik, Katholische Theologie und Romanistik. Neben dem Studium arbeitete sie u. a. als Übersetzerin für Concilium. Von 1995 bis Sommer 2020 war sie als Lehrerin in Münster tätig. Dehe ist Mitglied des Philologenverbands und des PEN-Zentrums Deutschland.
Seit 2008 bildet Dehe eine literarische Arbeitsgemeinschaft mit Achim Engstler, die mit der gemeinsamen Leidenschaft für Franz Kafka begann. Dehe und Engstler haben bislang zwei Essaybände über Kafka und vier belletristische Werke publiziert, darunter die Novelle Auflaufend Wasser, die das Schicksal des Baltrumer Matrosen Tjark Evers erzählt, und den Roman Nagars Nacht, in dessen Zentrum Shalom Nagar steht, der Gefängniswärter, der gegen seinen Willen per Losentscheidung zum Henker Adolf Eichmanns bestimmt wurde. In ihrem Roman Unter Schwalbenzinnen. Florenz, Frühling 1442 erfinden Dehe und Engstler die Entstehungsgeschichte des legendären Voynich-Manuskripts, in ihrer Photopoesie Der flüchtige Ruhm des Herrn Neubronner betrachten sie mit dem Apotheker und Tüftler Julius Neubronner die Welt aus der Taubenperspektive. Obwohl Dehes und Engstlers belletristische Werke ausnahmslos historische Themen haben und auf sorgfältigen Recherchen beruhen, wären sie als historische Literatur missverstanden. Sie versuchen vielmehr, vergangenen Ereignissen und Schicksalen mit den Mitteln literarischer Fiktion aktuellen Sinn zu verleihen.
| Personendaten | |
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| NAME | Dehe, Astrid |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1965 |
| GEBURTSORT | Jülich |