Claus Killing-Günkel

Claus Killing-Günkel (geb. Günkel; * 9. Oktober 1963 in Eschweiler) ist ein deutscher Lehrer und Interlinguist, insbesondere Esperantologe.

Leben

Er besuchte das Städtische Gymnasium Eschweiler. Von 1982 bis 1992 studierte er Mathematik, Informatik und Französisch an der RWTH Aachen und der Universität Paderborn und war dort 1993 und 1994 Lehrbeauftragter im Fachbereich Erziehungswissenschaften. Seit 1997 arbeitet er als Lehrer, von 1999 bis 2024 am Nell-Breuning-Berufskolleg Rhöndorf und seit August 2024 am Vinzenz-von-Paul-Berufskolleg im Vinzenz-Heim Aachen. Er ist ferner Stadtführer und war bis 2012 Vorstandsmitglied des Eschweiler Geschichtsvereins und des Förderervereins Nothberger Burg. Er hat zwei Kinder und lebt zurzeit in Köln; seit 2010 heißt er Killing-Günkel.

Tätigkeit im Zusammenhang mit Esperanto und Interlingua

Killing-Günkel lernte 1981 in einer Arbeitsgemeinschaft Esperanto. In der Esperanto-Bewegung hat er Publikationen betreut, internationale Treffen organisiert und eine Esperanto-Jugendgruppe in Eschweiler gegründet. Er prägte den Begriff Esperantid für auf Esperanto basierende Plansprachen und erstellte Klassifizierungen von diesen.

Er ist Mitglied in der Gesellschaft für Interlinguistik (GIL) und des Wissenschaftlerkollegiums der Internationalen Akademie der Wissenschaften San Marino (AIS) sowie Lektor für Mathematik der internationalen Scienca Revuo. Für das Esperanto-Referenzwerk Plena Ilustrita Vortaro 2002 ist er Kontrollleser sowie Autor und Redakteur der Bereiche Geodäsie, Topographie, Tabuwörter, Kochkunst und Wissenschaften. Für die GIL hat er das Gesamtverzeichnis aller 100 Hefte der Interlinguistischen Informationen erstellt.

Sein Tätigkeitsbereich innerhalb der Esperantologie umfasst Lexikologie, Etymologie, Esperantiden und Sprachpropädeutik im Rahmen kybernetischer Pädagogik. Er hat zu diversen Nachschlagewerken und Hilfsmitteln des Esperanto beigetragen, unter anderem zum Plena Ilustrita Vortaro von 1995.

Seit November 2018 beschäftigt Killing-Günkel sich intensiv mit der im Gegensatz zu Esperanto naturalistischen Plansprache Interlingua.

Eigene Projekte

Auf der 20. Jahrestagung der GIL stellte Killing-Günkel im November 2010 in Berlin sein Sprachprojekt Cliiuy vor, ein experimentelles konstruiertes Soziolekt-Projekt, dessen Entwicklung Ende der 1970er Jahre begann.

Auf der 34. Jahrestagung der GIL im November 2024 in Berlin präsentierte er das Plansprachenprojekt Atlamak, eine isolierende Plansprache mit analytischer Grammatik und lexikalisch gemischtem Wortschatz.

Schriften

Esperantologische Veröffentlichungen
Sprachkybernetische Veröffentlichungen
Vorträge zu Interlinguistik, Esperanto und Interlingua
Belletristik
Lokalgeschichte Eschweilers

Einzelnachweise

  1. ↑ Mitteilungsblatt des Eschweiler Geschichtsvereins e. V., Jg. 30, Nr. 270, Mai/Juni/Juli/August 2005, S. 4 (Memento vom 7. April 2015 im Internet Archive) (PDF; 513 kB) vom 3. April 2015
  2. ↑ AK 9 des Eschweiler Geschichtsvereins e. V. (Memento vom 7. April 2015 im Internet Archive) vom 3. April 2015.
  3. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 3. April 2015
  4. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik: Stichwortindex vom 24. Mai 2023
  5. ↑ Vollständiges Lehrbuch der Esperanto-Grammatik, S. 13 (Memento vom 8. Februar 2012 im Internet Archive) vom 3. April 2015
  6. ↑ Übersetzungsprobleme und Entscheidungsmechanismen bei der Revision kulinarischer Begriffe eines Esperantowörterbuches, 1995 vom 3. April 2015.
  7. ↑ 20. und 34. Tagung vom 27. Juli 2025.
  8. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 20. Januar 2021
  9. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 20. Januar 2021
  10. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 20. Januar 2021
  11. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 20. Januar 2021
  12. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 7. Oktober 2022
  13. ↑ Gesellschaft für Interlinguistik vom 23. November 2025
Personendaten
NAME Killing-Günkel, Claus
ALTERNATIVNAMEN Günkel, Claus (Geburtsname); Gunkjelo; Klaŭzo J. (Esperanto); Günkel; Nikolao (Esperanto)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Esperantologe
GEBURTSDATUM 9. Oktober 1963
GEBURTSORT Eschweiler