Auf Umwegen

Dokumentarfilm
Titel Auf Umwegen
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 134 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Reisefilm GbR
Stab
Regie Timo Götz, Salima Oudefel
Drehbuch Timo Götz, Salima Oudefel
Kamera Timo Götz, Salima Oudefel
Schnitt Timo Götz, Salima Oudefel
Besetzung
Timo Götz, Salima Oudefel

Auf Umwegen ist ein deutscher Dokumentarfilm von Timo Götz und Salima Oudefel aus dem Jahr 2025. Er schildert eine rund zweijährige Reise der Familie auf dem Landweg nach Asien und den mehrmonatigen Aufenthalt in Indien, aus dem die Familie wegen fehlender Ausreisepapiere für die dort geborene Tochter nicht ausreisen konnte. Der Film startete am 27. Februar 2025 in den deutschen Kinos und ist die Fortsetzung des Dokumentarfilms Auf dem Weg – Wenn Begegnungen verändern (2021).

Handlung

Ende März 2022 bricht das Paar mit seinen beiden kleinen Töchtern von Bad Schwalbach aus zu einer Reise nach Asien auf. Die Familie hat ihre Wohnung gekündigt und ihren Besitz verkauft; die Route führt über Bulgarien, die Türkei, Georgien und den Iran zunächst bis in den Kaukasus und weiter nach Indien. Übernachtungen und Transportmittel werden nicht im Voraus gebucht, sodass die Reisenden auf die Gastfreundschaft von Einheimischen angewiesen sind. Während der Reise entsteht ein Videotagebuch, in dem die Familie ihre Begegnungen und Gedanken festhält.

In Georgien erfährt Salima Oudefel, dass sie erneut schwanger ist. Die Familie setzt die Reise fort; im südindischen Goa kommt die dritte Tochter zur Welt. Als die Eltern anschließend Ausreisepapiere für das Kind beantragen, verweigern die indischen Behörden diese und erheben den Verdacht der Leihmutterschaft. Vorgelegte Ultraschallbilder, Fotos und Bluttests ändern daran nichts. Monatelang darf die Familie das Land nicht verlassen.

Nach zehn Monaten gelingt die Ausreise. Die Rückreise führt über Nepal, Kasachstan und Georgien; über das Schwarze Meer geht es nach Bulgarien und von dort weiter nach Deutschland. Insgesamt legt die Familie rund 21.000 Kilometer durch 14 Länder zurück.

Hintergrund

Der Film entstand aus rund 300 Stunden Videomaterial, das die Familie während der Reise aufgenommen hatte. Regie, Kamera und Schnitt übernahmen Götz und Oudefel gemeinsam; produziert wurde der Film von der Reisefilm GbR. Bereits 2016 waren die beiden mit ihrer damals wenige Monate alten Tochter nach Asien gereist; aus dieser dreijährigen Reise, die sie unter anderem nach Malaysia, Thailand, Kambodscha und Sri Lanka führte, entstand ihr erster Dokumentarfilm.

Rezeption

Reinhard Kleber beschrieb den Film im Filmdienst als „kurzweiligen Dokumentarfilm, in dem viele freundliche Begegnungen mit Menschen im Vordergrund stehen“; politische Verhältnisse würden „nur am Rande gestreift“, touristische Ziele weitgehend ausgelassen. Er nannte ihn ein „warmherziges Plädoyer für Humanität, Toleranz und Völkerverständigung“. Die epd Film bezeichnete ihn als „Loblied auf Reisefreiheit, Gastfreundschaft und Weltoffenheit“ und hob hervor, dass die Aufnahmen „nicht so wirken, als ob ein Amateur verwackelte Schnappschüsse mit dem Handy mitgeschnitten hätte“. Für kino-zeit.de war der Film „Abenteuer pur“; film-rezensionen.de nannte die Bilder „sorgfältig komponiert“.

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Auf Umwegen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 263478; abgerufen am 12. Oktober 2026).
  2. 1 2 Auf Umwegen. In: filmportal.de. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  3. 1 2 Reinhard Kleber: Auf Umwegen. In: filmdienst.de. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  4. 1 2 Peter Gutting: Auf Umwegen. In: kino-zeit.de. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  5. ↑ Manfred Riepe: Auf Umwegen. In: epd Film. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  6. ↑ Jens Adrian: Auf Umwegen. In: film-rezensionen.de. 15. Februar 2025, abgerufen am 11. Oktober 2026.