August Alberti

August Alberti (auch Augustus Alberti; * 22. November 1672 in Lauf an der Pegnitz; † 4. April 1738 in Nürnberg) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Kirchenlieddichter. Er wirkte zunächst als Pfarrer in Eschenbach und von 1716 bis zu seinem Tod an der Nürnberger Lorenzkirche.

Leben

August Alberti war ein Sohn des evangelisch-lutherischen Geistlichen und Liederdichters Paul Martin Alberti d. Ä. Zu seinen Brüdern gehörten der Geistliche und Kirchenlieddichter Paul Martin Alberti d. J. (1666–1729) sowie der Mediziner und Philosoph Michael Alberti (1682–1757). Er besuchte die Lorenzer Lateinschule in Nürnberg und studierte anschließend an der Universität Altdorf. Seit 1690 ist dort sein Theologiestudium nachweisbar; 1693 erwarb er den Magistergrad. Danach unternahm er eine Studienreise in die Niederlande.

1694 wurde Alberti Pfarradjunkt in Eschenbach, 1696 übernahm er dort die Pfarrstelle. Seine Ordination erfolgte am 14. Mai 1695 in Altdorf. Am 6. Juni 1698 heiratete er Anna Maria Fuchs, die Tochter eines Nürnberger Ratsmitglieds. Von den Kindern des Ehepaares überlebten zwei Söhne und zwei Töchter.

Im Jahr 1716 kehrte Alberti nach Nürnberg zurück und wurde Diakon an St. Lorenz. 1737 wurde er dort zum Schaffer ernannt. In der älteren biographischen Literatur wird er zuletzt auch als Archidiakon der Lorenzkirche bezeichnet. Alberti starb am 4. April 1738 in Nürnberg.

Lieddichtung und weitere Werke

Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher trat Alberti als Verfasser von Gedichten, geistlichen Liedern und Gelegenheitsdichtung hervor. Das Kirchenliedlexikon Hymnopoeographia von Johann Caspar Wetzel aus dem Jahr 1719 nennt Alberti als Lieddichter und führt das ihm zugeschriebene Lied Auf, auf, mein Herz, die Himmelsfreud an.

Daneben verfasste Alberti Gelegenheitsdichtungen. Für das Jahr 1732 ist unter anderem ein Leichengedicht auf Karl Freund überliefert. 1734 erschien in Nürnberg seine lateinische Gedichtsammlung Centvria Versuum Anapaesticorum, die neben den titelgebenden anapästischen Versen weitere Gedichte enthält.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. 1: A–G. K. G. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, S. 14.
  2. 1 2 Joachim Scherf (Hrsg.): Autorenlexikon geistlicher Lyrik deutscher Sprache. Vom 15. bis zum frühen 20. Jahrhundert in zwei Bänden. Autoren A–L. 1. Auflage. Band 1. Books on Demand, Norderstedt 2023, ISBN 978-3-7543-7499-3, S. 19.
  3. ↑ Centvria Versuum Anapaesticorum. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 3. September 2026.
Personendaten
NAME Alberti, August
ALTERNATIVNAMEN Alberti, Augustus; Albertus, August; Albertus, Augustus
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Kirchenlieddichter
GEBURTSDATUM 22. November 1672
GEBURTSORT Lauf an der Pegnitz
STERBEDATUM 4. April 1738
STERBEORT Nürnberg