
Georg Friedrich August Blanck (* 14. Januar 1823 in Wrechen; † 16. Dezember 1890 in Schwerin) war ein deutscher Mediziner und Sachbuchautor.
August Blanck war ein Sohn des Gutsbesitzers auf Wrechen bei Woldegk in Mecklenburg-Strelitz, Carl (Christian) Blanck und dessen Frau Elisabeth Sophie, geb. Sehmstorf. Der Vater erwarb 1845 das Gut Lan(c)ken bei Lübz in Mecklenburg-Schwerin, nach dessen Tod ab 1866 geführt von August Blancks älterem Bruder, dem Domänenrat (Karl Friedrich) Hermann Blanck (1820–1900).
Blanck besuchte die Domschule Güstrow, bestand Ostern 1846 das Abitur und absolvierte danach ein Medizinstudium an den Universitäten in Göttingen, Berlin, Rostock, Prag und Wien. 1853 wurde er an der Universität Rostock promoviert mit der Inaugural-Dissertation „Über Intussusceptio“ und war danach zunächst als Militärassistenzarzt in Schwerin und Ludwigslust tätig.
Ab Juli 1859 war er Stabsarzt in Schwerin, ab Juni 1864 Oberstabsarzt. Im Oktober 1867 nahm er seinen Abschied vom Militärdienst und blieb als praktischer Arzt weiter in Schwerin tätig. 1872 wurde er Mitglied im Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. 1874 wurde er mit dem Verdienstkreuz in Gold des Hausordens der Wendischen Krone geehrt. Er war zudem Träger des Preußischen Ordens der goldenen Krone III. Klasse, der Kriegsdenkmünze für 1864, des Erinnerungs-Kreuzes für 1866 und der Kriegsdenkmünze von 1870/71.
Blanck war Bibliothekar der Hennemannschen Stiftung, einer von der Witwe des Schweriner Geheimen Medizinalrates Wilhelm Hennemann (1786–1843) verfügten Stiftung zur Nutzung der umfangreichen Privatbibliothek des Verstorbenen durch die Schweriner Ärzte. Im Vorstand des „HülfsVereins für Mecklenburgische MedicinalPersonen“ war er der Sekretär. Neben seiner Praxistätigkeit interessierte ihn die mecklenburgische Flora und Fauna, zu der er mehrere Bücher verfasste. Besonders bekannt und noch heute viel zitiert ist seine 1874 erschienene biographische Sammlung „Die mecklenburgischen Ärzte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart“. Dieses grundlegende Werk wurde in der Folge 1901 von Axel Wilhelmi als vervollständigte Fortsetzung und Neuausgabe sowie 1929 von Gustav Willgeroth – „durch genealogische Mittelungen ergänzt und bis zur Gegenwart fortgeführt“ – herausgegebenen.
August Blanck blieb unverheiratet. Er verstarb kurz vor Vollendung seines 68. Lebensjahres.
Als Ergänzung die Titel der Ausgaben der mecklenburgischen Ärzte … von 1901 und 1929:
Zitat aus einer Rezension Friedrich Stuhrs zu der von Gustav Willgeroth 1929 herausgegebenen Neuauflage:
„Alles in allem reiht sich das Willgerothsche Ärztebuch seinem 1924-25 erschienenen dreibändigen Pastorenwerk würdig an. Es gibt wenige deutsche Staaten, aus denen ein so reiches genealogisches Material über die Angehörigen dieser beiden wichtigen Berufe gedruckt vorliegt, wie aus Mecklenburg.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Blanck, August |
| ALTERNATIVNAMEN | Blanck, Georg Friedrich August (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner und Sachbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 14. Januar 1823 |
| GEBURTSORT | Wrechen |
| STERBEDATUM | 16. Dezember 1890 |
| STERBEORT | Schwerin |