August Constantin Boltz (* 26. September 1819 in Breslau; † 1. Mai 1907 in Darmstadt) war ein deutscher Sprachkenner, Sprachpädagoge und Übersetzer.
Boltz besuchte das Gymnasium in Breslau und widmete sich dem Kaufmannsstand. Nebenbei betrieb er Sprachstudien und wurde 1839 Unterlehrer an der Handelsakademie in Hamburg, später Hauslehrer in einer aristokratischen Familie Sankt Petersburgs, in welcher Stellung er fast ganz Europa bereiste. 1842 trat er als Lehrer an der Generalstabsakademie in St. Petersburg in den russischen Staatsdienst. 1845 wurde er an der Universität Jena promoviert. Nach seiner Rückkehr in die Heimat erhielt er 1852 eine Anstellung als Russischlehrer an der Kriegsakademie in Berlin, wurde 1862 zum Professor ernannt, legte aber nach zwei Jahren aus Gesundheitsrücksichten sein Amt nieder. Daneben war er 1858 bis 1864 auch Englisch- und Spanischlehrer an der Seekadettenschule. 1864 bis 1868 lebte er in Frankfurt am Main, 1868 bis 1875 in Wiesbaden, 1878/79 in Bonn, 1885 bis 1887 in Freiburg im Breisgau und seit 1888 in Darmstadt. August Boltz verstarb in Jugenheim bei Darmstadt (heute Gemeinde Seeheim-Jugenheim). Er befand sich vielleicht auf einer Reise dorthin. Nur zwei Monate nach ihm verstarb seine Frau Clara, geb. Schulte (* 1824) in Darmstadt. Beide wurden nicht in Darmstadt begraben.
Boltz hat sich besonders bekannt gemacht durch seinen Neuen Lehrgang der russischen Sprache nach der Robertsonschen Methode, welchem sich nach derselben Methode Grammatiken der englischen, französischen, italienischen und spanischen Sprache anschlossen, die er später, noch vermehrt um ein Lehrbuch des Deutschen und Neugriechischen, auch in russischer Sprache bearbeitete.
Außerdem veröffentlichte er:
| Personendaten | |
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| NAME | Boltz, August |
| ALTERNATIVNAMEN | Boltz, August Constantin (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sprachkenner, Sprachpädagoge und Übersetzer |
| GEBURTSDATUM | 26. September 1819 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 1. Mai 1907 |
| STERBEORT | Darmstadt |