August Friedrich Schott

August Friedrich Schott (* 11. April 1744 in Dresden; † 10. Oktober 1792 in Leipzig) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben

August Friedrichs Vater war der Generalacciseinspektor und Amtssteuereinnehmer Christian Friedrich Schott, der als Sohn des königlich-polnischen und kurfürstlich sächsischen Hofkonditors Johann Friedrich Schott († 7. November 1729 in Dresden) geboren wurde. Der von früher Kindheit an gesundheitlich geschwächte August Friedrich wurde anfänglich von Privatlehrern ausgebildet und hat sich dabei eine ungemeine Literaturkenntnis angeeignet. Er absolvierte seit 1761 ein Studium der philosophischen Wissenschaften an der Universität Wittenberg und wechselte 1762 von dort an die Universität Leipzig.

In Leipzig erwarb er sich 1765 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie, promovierte bald darauf zum Doktor der Rechte und trat bald mit juristischen Vorlesungen sowie Schriften hervor. Daher trug man ihm 1767 die außerordentliche Professur der Rechtsaltertümer auf. 1769 wurde er in die fränkische Nation versetzt und erhielt dadurch ein Kollegiat am kleinen Fürstenkollegium, aus dem er später an das große Fürstenkollegium wechselte.

Zudem wurde 1777 substituierter Assessor an der juristischen Fakultät, wurde 1778 ordentlicher Professor des sächsischen Rechts, Beisitzer des Oberhofgerichts, 1782 ordentlicher Professor mit dem Pandektentitel Verb.Sign. ec de Reg. Jur. und bald Professor der Pandekten, womit er auch am Kapitel des Hochstifts in Naumburg eine Stelle übernahm. Schott hatte sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Leipziger Hochschule beteiligt und war im Sommersemester 1790 Rektor der Alma Mater.

Familie

Schott hatte sich 1768 mit Margarethe Friederike Sophie († 1805) der ältesten Tochter des Leipziger Superintendenten Johann Friedrich Bahrdt verheiratet. Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder, wovon jedoch nur der Sohn Heinrich August Schott (1780–1835) und eine Tochter Auguste Friederike Sophie Schott (* um 1769 in Leipzig; † 20. April 1809 in Zschortau), die den Pfarrer in Zschortau Christian Gottlob Caspari (* 27. November 1764 in Riesa; † 22. Mai 1846 in Zschortau) heiratete, ihn überlebten.

Werke

Herausgeberschaften

  • Das Stadtrecht der Stadt Freyberg, mit einer Geschichte desselben von Herrn Klotzsch. Leipzig 1775
  • Joh. Gottlieb Siegel’s Einleitung zum Wechselrecht überhaupt, darinnen aus den neuesten in Europa üblichen Wechselordnungen gezogene Sätze nach ihrer natürlichen Ordnung sowohl unterschiedener Wechselgesetze dunkler Stellen deutliche Erläuterung und in Ermangelung der Vorschrift in denen Wechselordnungen aus denen allgemeinen Rechten entlehnte Principiis, nebst vielen, den Usum fori erläuternden Principiis zu befinden. Vermehrt von u. s. w. 3. Ausgabe, Leipzig 1773
  • Joh. Gottlieb Siegel’s Fürsichtiger Wechselgläubiger, das ist: Gründlicher Unterricht, was diejenigen, so ihr Geld auf Wechsel sicher zu verleihen begehren, sowohl vor, als auch bey und nach Schliessung des Wechsels zu beobachten haben. 3. Auflage, mit einigen Anmerkungen herausgegeben. Leipzig 1776

Literatur