August Lydtin (* 11. Juli 1834 in Bühl, Großherzogtum Baden; † 21. August 1917 in Baden-Baden) war ein deutscher Tierarzt, Veterinärbeamter und Tierzuchtwissenschaftler.
Er befasste sich zuerst mit Pharmazie, studierte dann Tierheilkunde an den Tierarzneischulen Karlsruhe und Alfort bei Paris. Nach der Approbation wirkte er als Tierarzt in Saargemünd (Lothringen), ab 1862 in der Stadt Baden und ab 1865 hier als Bezirkstierarzt. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurde er Oberrossarzt des XIV. Armeekorps. Danach erfolgte die Berufung als technischer Referent für tierärztliche Fragen ins Innenministerium des Großherzogtums Baden. 1876 wurde er Landestierarzt und 1881 noch zusätzlich Referent für Tierzucht. 1895 trat er in den Ruhestand. Im Jahr 1908 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.
Lydtin publizierte allein und gemeinsam mit anderen Autoren eine Vielzahl an größeren Beiträgen. Sie befassten sich mit Fragen des Veterinärwesens (Bekämpfung von wichtigen Tierkrankheiten, Einführung der Fleischbeschau) und der Tierzucht (Zucht und Körpermessungen bei Rindern und Pferden, Beurteilung der Tiere bei Ausstellungen u. a.). Er hatte überregionalen Einfluss in der Abteilung Tierzucht der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und durch seine Tätigkeit am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin. Als ein Vorbereiter zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ) im Jahre 1905 förderte er die Zusammenarbeit von Tiermedizinern und Tierzüchtern in Wissenschaft und Praxis, stellte sich aber wegen seines Alters nicht mehr für eine Wahlfunktion zur Verfügung.
| Personendaten | |
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| NAME | Lydtin, August |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Tierarzt, Veterinärbeamter und Tierzuchtwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 11. Juli 1834 |
| GEBURTSORT | Bühl, Großherzogtum Baden |
| STERBEDATUM | 21. August 1917 |
| STERBEORT | Baden-Baden |