August Sperl

August Sperl, Schriftsteller um 1926
Porträt des Autors August Sperl in einer Verlagsanzeige der Deutschen Verlags-Anstalt in Über Land und Meer 88.1902, S. 460

August Sperl (* 5. September 1862 in Fürth; † 7. April 1926 in Würzburg) war ein deutscher Archivar, Historiker und Schriftsteller.

Biographie

August Sperl wurde in Fürth geboren und wuchs in Augsburg bei seinem Großvater Georg Christian August Bomhard im Pfarrhaus von St. Jakob auf. Nach dem Abitur 1881 am Wilhelmsgymnasium München studierte August Sperl Philologie und Geschichte in Erlangen, Tübingen und München. Während seines Studiums wurde er in Erlangen 1882 Kneipgast der Burschenschaft der Bubenreuther, später (1913) Ehrenphilister.

Nach Studium und Promotion war er in der Zeit von 1887 bis 1910 Kreisarchivsekretär in Amberg, vom Haus Castell berufener (Fürstlich Castell’sches Archiv) Archivrat in Castell, Archivar in Nürnberg und ab 1910 Reichsarchivrat in Würzburg.

Seine schriftstellerische Arbeit begann mit einem biographischen Werk über seinen Großvater, dem Schulrat Georg Christian August Bomhard, dessen Schriften er teilweise veröffentlichte (Lebensfragen). Sein Hauptwerk besteht aus historischen Romanen und Novellen, die meist auf der Grundlage realer historischer Gegebenheiten oder Personen entstanden, zum Beispiel dem Bauernkrieg in Franken in Der Mitläufer, dem Dreißigjährigen Krieg in Hans Georg Portner und die ersten Kreuzzüge in der in Castell entstandenen Erzählung Richiza. 1925 erschien zum 400. Jahrestag des Deutschen Bauernkrieges der Roman Der Bildschnitzer von Würzburg, in dem das Leben des fränkischen Holzschnitzers Tilman Riemenschneider literarisch verarbeitet wurde. Sein eher gemütlicher Schreibstil steht in der Tradition Gustav Freytags. Sperls Werke wurden in Deutschland bis in die 1930er Jahre zum Teil in hohen Auflagen verlegt. Danach wurden ausgewählte Werke erst wieder ab Ende der 1990er Jahre im Druck und als Hörbuch neu aufgelegt.

1926 starb Albert Sperl infolge einer Blutkrankheit nach mehrwöchigem Krankenlager.

Werke (Auswahl)

Literatur

Wikisource: August Sperl – Quellen und Volltexte
Commons: August Sperl – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band 2, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1969, S. 60 (August-Sperl-Straße).
  2. ↑ Jahresbericht vom K. Wilhelms-Gymnasium zu München. ZDB-ID 12448436, 1880/81
  3. ↑ Ernst Höhne: Die Bubenreuther. Geschichte einer deutschen Burschenschaft. II., Erlangen 1936, S. 245.
  4. ↑ Bruno Rottenbach (1969), S. 60.
  5. ↑ Bruno Rottenbach (1969), S. 60.
  6. ↑ Bruno Rottenbach (1969), S. 60.
Personendaten
NAME Sperl, August
KURZBESCHREIBUNG deutscher Archivar, Historiker und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 5. September 1862
GEBURTSORT Fürth
STERBEDATUM 7. April 1926
STERBEORT Würzburg