August Steier (* 21. März 1877 in Passau; † 1936 in Traunstein) war ein deutscher Gymnasiallehrer, Altphilologe und Wissenschaftshistoriker.
Steier wurde 1903 an der Universität München mit einer Dissertation über die Echtheit der Hymnen des Ambrosius von Mailand zum Dr. phil. promoviert. Zur Zeit der Promotion war er am Kgl. Progymnasium in Schäftlarn tätig. 1905 wurde er Gymnasiallehrer am Gymnasium in Burghausen, wo er sich an archäologischen Ausgrabungen beteiligte. 1908 wurde er Gymnasialprofessor am Alten Gymnasium in Würzburg, wo er am 8. Juni 1912 die erloschene Botanische Vereinigung neu belebte und bis zu seiner Versetzung nach Regensburg im Oktober 1915 leitete. In Regensburg wurde er im Range eines Oberstudiendirektors Direktor des Alten Gymnasiums und war Mitglied der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft. Zum 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.661.178).
Seine Studien in den Zoologischen Annalen 1912/13 wurden 1913 als Monographie unter dem Titel Aristoteles und Plinius veröffentlicht, wo er systematisch die beiden antiken Autoren verglich. Steiers wissenschaftliches Hauptwerk bilden rund 100 Beiträge für Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, in denen er Pflanzen und Tiere der Antike behandelte. Daneben veröffentlichte er Arbeiten zur Pflanzenwelt Unterfrankens, ein populäres Pflanzenschutzbüchlein für die Region sowie eine Studie zur Flechtenflora der Rhönbasalte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Steier, August |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gymnasiallehrer, Altphilologe und Wissenschaftshistoriker |
| GEBURTSDATUM | 21. März 1877 |
| GEBURTSORT | Passau |
| STERBEDATUM | 1936 |
| STERBEORT | Traunstein |