Nach 1933 arbeitete sie illegal im antifaschistischen Widerstand, bis sie 1939 nach England emigrieren musste. Sie wohnte zuletzt in der Schrammsteinstraße 1.
In England arbeitete sie bis 1949 als Köchin, bis sie dann wieder nach Dresden zurückkehren konnte.
Sie schrieb bevorzugt Kinderbücher, in denen sie intensiv Fragen der politischen Entwicklung behandelte, und unterstützte jahrelang und engagiert junge Autoren. Ihr bekanntestes Kinderbuch Sally Bleistift in Amerika erschien 1935 unter dem Pseudonym Mary Macmillan in Moskau. In der DDR war sie zusammen mit Alex Wedding prägend für Autoren sozialistischer Kinderliteratur. 1953 erhielt sie den Karl-Marx-Orden, 1957 den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze und 1962 in Silber sowie 1959 den Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden.
Auguste Lazars Grab befindet sich auf dem Heidefriedhof. Die Auguste-Lazar-Straße im Dresdner Stadtteil Zschertnitz trägt ihren Namen.
Ihre jüngste Schwester Maria Lazar (1895–1948) war ebenfalls Schriftstellerin.
Mary MacMillan: Sally Bleistift in Amerika. Illustrationen Alex Keil. Verlagsgenossenschaft ausländischer Arbeiter in der UdSSR, Moskau, Leningrad 1935. (Globus-Verlag, Wien 1947; Sachsenverlag, Dresden 1948.)
Bootsmann Sibylle. Kinderbuchverlag, Berlin 1953.
Jan auf der Zille. Eine Jugenderzählung aus dem Jahre 1934 . Sachsenverlag, Dresden 1950. (8. Aufl. Kinderbuchverlag, Berlin 1964)
Der neue Däumling. Kinderbuchverlag, Berlin 1954.
Arabesken. Aufzeichnungen aus bewegter Zeit. Dietz Verlag, Berlin 1957. (7., erw. Aufl. Dietz Verlag, Berlin 1977)
Jura in der Leninhütte. Der Jugend erzählt. Dietz Verlag, Berlin 1959.
Die Schreckensherrschaft und das Glück der Anette Martin. Kinderbuchverlag, Berlin 1961.
Schach dem König! Phantastische und nüchterne Bilder aus der Französischen Revolution. Dietz Verlag, Berlin 1964.
Die Brücke von Weißensand. Kinderbuchverlag, Berlin 1965.
Lea Grundig zum 60. Geburtstag. In: Bildende Kunst . Hrsg. Verband Bildender Künstler der Deutschen Demokratischen Republik. 1966, 4, S. 181–185.
Eva Schulze-Knabe 60 Jahre alt. In: Bildende Kunst . Hrsg. Verband Bildender Künstler der Deutschen Demokratischen Republik. 1967, S. 237–241.
Akelei und das Wurzelmännchen. Kinderbuchverlag, Berlin 1970.
Literatur (chronologisch)
Lazar, Auguste: In: Lexikon sozialistischer deutscher Literatur. Bibliographisches Institut, Leipzig 1964, S. 319–320.
Lazar, Auguste (Augusta Wieghardt-Lazar): In: SBZ-Biographie. 3. Aufl., Bonn, Berlin 1964, S. 268.
Lazar, Auguste. In: Kurt Böttcher (Gesamtredaktion): Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1975; Band 2, S. 22
Auguste Lazar. Literaturzusammenstellung. Stadtbezirksbibliothek Berlin-Mitte, Abt. Kinderbibliotheken. Zusammengestellt von Gerlinde Rau und Helga Rüdiger. Berlin 1975.
Lazar, Auguste. In: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band II, 2. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 698.
Fred Rodrian: Über Auguste Lazar. In: Fred Rodrian, Marianne Konzeg (Hrsg.): Für den Tag geschrieben. Notizen, Reden, Auskünfte. Kinderbuchverlag, Berlin 1985, S. 36–41.