Senlis (Oise)

Senlis
Senlis (Frankreich)
Senlis (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Oise (60)
Arrondissement Senlis
Kanton Senlis
Gemeindeverband Senlis Sud Oise
Koordinaten 49° 12′ N, 2° 35′ OKoordinaten: 49° 12′ N, 2° 35′ O
Höhe 47–140 m
Fläche 24,05 km²
Einwohner 15.157 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 630 Einw./km²
Postleitzahl 60300
INSEE-Code
Website www.ville-senlis.fr

Senlis von Süden mit der Kathedrale Notre-Dame, der Kirche Saint-Pierre und der Abtei Saint-Vincent

Senlis [sɑ̃ˈlis] ⓘ ist eine französische Stadt mit 15.157 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Oise und der Region Hauts-de-France (bis 2015 Picardie).

Geografie

Die Stadt Senlis liegt am Fluss Nonette im Regionalen Naturpark Oise-Pays de France, zehn Kilometer südöstlich von Creil und knapp 50 Kilometer nördlich von Paris.

Geschichte

Die „Fausse porte“, eine ehemalige Ausfallpforte in der gallorömischen Stadtmauer

Prähistorische Spuren haben die Menhire des Indrolles (auch Alignement de Senlis genannt) hinterlassen. Es sind Reste einer Steinreihe im Forêt d’Halatte (Wald) nördlich von Senlis. Senlis war die Hauptstadt der keltischen Silvanekter, lag damals bereits an einer wichtigen Kreuzung zweier Straßen, und hieß bei den Römern Augustomagus. Der Sockel einer Statue für den Kaiser Claudius aus dem Jahr 48 n. Chr. erinnert an diese Zeit.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920112021
Einwohner937111.16913.63914.51414.43916.32715.84515.255
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

Kathedrale

Grundriss und Bild der Kathedrale
Hôtel de Ville (Rathaus)

Die Baustelle der Kathedrale Notre-Dame wurde 1153 eröffnet, am 16. Juni 1191 wurde das Bauwerk geweiht. Am Westportal befindet sich Bauplastik aus der Zeit um 1170 mit Szenen aus dem Marienleben; dargestellt ist der Tod und die Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel sowie ihre Krönung. Um 1240 wurde die Kirche um ein Querschiff mit Vierung erweitert, der Südturm wurde im 13. Jahrhundert erhöht. 1504 setzte ein Blitzschlag die Kathedrale in Brand, ein teilweiser Neubau wurde erforderlich. 1530 bis 1534 wurden Obergaden und die Fassade des südlichen Querschiffs im Flamboyantstil erneuert.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Avenue du Maréchal de Lattre-de-Tassigny, im Hintergrund das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs

Im Sommer 1862 eröffnete die Eisenbahngesellschaft Compagnie des chemins de fer du Nord den Abschnitt Chantilly–Senlis der Bahnstrecke Chantilly-Gouvieux–Crépy-en-Valois, die 1870 nach Crépy-en-Valois verlängert wurde. Am 2. September 1914 wurde der Bahnhof von den deutschen Truppen zerstört, das Empfangsgebäude wurde niedergebrannt. Der heutige Bau mit dem markanten Dachreiter stammt aus dem Jahr 1922. 1938 wurde der Personenverkehr nach Chantilly eingestellt und dieser Abschnitt 1971 stillgelegt. 1950 endete der Personenverkehr nach Crépy, 1991 verkehrte in dieser Relation der letzte Güterzug. Der Bahnhofsvorplatz dient heute als Busbahnhof.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Senlis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Toman, Rolf (Hrsg.): Die Kunst der Gotik. Architektur - Skulptur - Malerei. 1. Auflage. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-313-5, S. 307.