| Carretera DR-1 in der Dominikanischen Republik | |
| Basisdaten | |
| Betreiber: | Ministro de Obras Publicas y Comunicaciones |
| Straßenbeginn: | Santo Domingo (18° 28′ 51″ N, 69° 54′ 20″ W) |
| Straßenende: | Monte Cristi (19° 50′ 55″ N, 71° 38′ 46″ W) |
| Gesamtlänge: | 270 km |
Straßenverlauf | |
Die Autopista Duarte, Straßennummer RD-1, ist eine Autobahn mit einer Länge von 270 Kilometern in der Dominikanischen Republik. Sie ermöglicht eine schnelle Verbindung von der Hauptstadt Santo Domingo an der Südküste über die zweitgrößten Stadt Santiago de los Caballeros nach San Fernando de Monte Cristi (Provinz Monte Cristi) an der Nordküste. Bis unmittelbar vor Bisonó ist sie auf 178 Kilometern durchgehend zweibahnig, allerdings in mehreren Abschnitten noch nicht höhenfrei ausgebaut. Auf der weiteren Strecke bis Monte Cristi ist sie auf 93 Kilometern zweistreifig im Gegenverkehr mit zahlreichen Ortsdurchfahrten.

Die RD-1 beginnt im Zentrum von Santo Domingo am Parque del Homenaje. Sie führt zuerst als Expreso John F. Kennedy nach Westen und wendet sich am Knoten mit der Avenida Gregorio Luperón in nordwestliche Richtung aus der Stadt heraus und trägt ab hier den Namen Autopista Duarte, benannt nach Juan Pablo Duarte y Díez, einem Freiheitskämpfer in der spanischen Kolonie Hispaniola. Die erste größere Stadt ist Bonao; die Route führt am nordöstlichen Stadtrand vorbei. Die nächste Stadt ist Concepción de la Vega oder kurz La Vega; auch diese wird nordöstlich umfahren. Dagegen führt die Route der Schnellstraße mitten durch die nachfolgende Stadt Santiago de los Caballeros, die zweitgrößte Stadt der Dominikanischen Republik. Es gibt jedoch auch hier eine als Autobahn gebaute Ortsumfahrung Circunvalación Norte, die alternativ genutzt werden kann und lediglich sechs Kilometer länger ist. Die Route verläuft weiter nach Bisonó in westlicher Richtung. In San Fernando de Monte Cristi endet sie dann im Ortszentrum.
Die Route ist eine der ältesten Straßen in der Dominikanischen Republik. Mit dem Bau der ursprünglichen Straße wurde 1917 begonnen; sie wurde 1922 fertiggestellt.
Der Ausbau zur richtungsgetrennten Schnellstraße mit jeweils zwei Fahrstreifen je Richtung wurde Mitte der 1990er Jahre unter Präsident Joaquín Balaguer vorgeschlagen. Am 11. Oktober 1993 begannen die Bauarbeiten an dem rund 155 Kilometer langen Abschnitt Santo Domingo–Santiago. Das Projekt wurde 1997 unter Präsident Leonel Fernández baulich abgeschlossen und am 1. Mai 1998 offiziell eingeweiht. Dazu gehörten auch der Bau von Ortsumgehungen in La Vega und Bonao sowie einer Mautstelle bei Kilometer 25.
Neben der fortlaufenden Sanierung der Fahrbahnen und Querungsbauwerke, die aufgrund jahrelanger Vernachlässigung und stark zunehmender Belastung durch Schwerverkehr einen Instandhaltungsrückstand aufweisen, werden neuralgische Stellen der Strecke ausgebaut oder erweitert.
Seit September 2023 befindet sich die Umfahrung von Bisonó, die Circunvalación de Navarrete mit knapp 11 Kilometern Länge in Bau. Das ursprünglich mit rund 6,925 Milliarden RD$, umgerechnet rund 118 Millionen Euro kalkulierte Projekt, dessen Kosten nunmehr auf 12 Milliarden Pesos, umgerechnet rund 179 Millionen Euro gestiegen sind, soll im Oktober 2026 eröffnet werden.
Außerdem soll unter anderem bei Kilometer 28 in der Ortslage von Pedro Brand ab 2026 ein Überführungsbauwerk entstehen, was zukünftig die Querung zweier hochbelasteter Kreuzungen mit Lokalstraßen hinfällig macht und damit sowohl die Streckenkapazität deutlich erhöht als auch die Umweltbelastungen der dortigen Bevölkerung erheblich reduziert.
Diese Mautstelle wurde im Rahmen des seit Dezember 2021 laufenden dreistreifigen Ausbaues der Autopista Duarte in Hauptstadtnähe vom ursprünglichen Standort um sieben Kilometer zum Streckenkilometer 32 verlegt, um die Bevölkerung des zuvor besonders von der Mauterhebung belasteten Pedro Brand zukünftig zu verschonen. Am 6. April 2025 wurde die neue Mautstelle bei Kilometer 32 eröffnet. Die Gebühr wird sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfahrt erhoben, sie beträgt für Pkw 100 RD$ pro Strecke, umgerechnet 1,43 Euro, was Gesamtkosten von 200 RD$ für die Hin- und Rückfahrt nach Santo Domingo bedeutet.