Avensen

Avensen
Gemeinde Heidenau
Koordinaten: 53° 19′ N, 9° 40′ OKoordinaten: 53° 18′ 50″ N, 9° 39′ 37″ O
Fläche: 13,32 km²
Eingemeindung: 17. Oktober 1928
Postleitzahl: 21258
Vorwahl: 04182
Avensen (Niedersachsen)
Avensen (Niedersachsen)
Lage von Avensen in Niedersachsen

Avensen ist ein Ortsteil der Gemeinde Heidenau im Landkreis Harburg in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1928 eine eigenständige Gemeinde und war neben Everstorf eine der beiden Gründungsgemeinden von Heidenau.

Geographie

Aus dem Dorf Avensen ist die östliche Hälfte des heutigen Ortes Heidenau hervorgegangen. Mit dem westlich anschließenden Everstorf ist Avensen bis heute weitgehend ununterscheidbar zusammengewachsen. Zur ehemaligen Gemeinde Avensen gehörte auch als Exklave die Moorkolonie Avensermoor.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Avensen (seinerzeit Auenhusun) stammt aus dem Jahr 1024. Der Ort gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Harburg des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Tostedt im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Avensen an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Harburg, dann von 1852 bis 1859 zum Amt Moisburg und danach zum Amt Tostedt. 1867 fiel die Gemeinde Avensen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Harburg. Am 17. Oktober 1928 wurde Avensen mit Everstorf zur neuen Gemeinde Heidenau zusammengeschlossen. Im Jahr 2024 beging der Ort seine 1000-Jahr-Feier.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812155
1845179
1871316
1885299
1895301
1910313

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Volkszählung 1895
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 8 (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 61 (google.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  5. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  6. ↑ Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1928, S. 271
  7. ↑ Bericht der Kreiszeitung Wochenblatt vom 13. August 2024
  8. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 93 (google.de).
  9. ↑ Volkszählung 1871
  10. ↑ Volkszählung 1885
  11. ↑ Der Landkreis Harburg im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.