Seit 2016 arbeitet er als Sachverständiger und Projektleiter für die Deutsche Umwelthilfe. Bereits zehn Jahre zuvor hatte er „das Bundesumweltministerium vor dem drohenden Desaster“ aufgrund unwirksamer Dieselpartikelfilter gewarnt. Der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel machte ihn jedoch für ebendieses Desaster verantwortlich, so dass Friedrich im Jahr 2007 von seinen bisherigen Aufgaben entbunden wurde. Im Dezember 2007 forderten zwanzig europäische Verkehrsexperten in einem offenen Brief an den Präsidenten des Umweltbundesamtes und an den Umweltminister seine Rehabilitation.
2021 gehörte er als wissenschaftlicher Beirat zum Projektbegleitkreis des Entwurfs für die Regelungsinhalte eines Bundesmobilitätsgesetzes des Verkehrsclubs Deutschland.
In einem Interview 2018 schlug Axel Friedrich u.a. vor, auch Benziner mit Ottopartikelfiltern nachzurüsten. Viele Dieselfahrzeuge würden durch die neuen Fahrverbote nicht erfasst. Er unterstützt die Idee einer blauen Plakette und würde einen Fonds begrüßen, wenn das von Verkehrsminister Andreas Scheuer bezifferte Bußgeld von 5.000 Euro für jeden „Trickdiesel“ gerichtlich einzufordern wäre.
Seit 2020 kritisiert er Entwicklungen hohen Gewichts, großer Reichweite und hoher Leistung von Elektroautos. Da viele Batterien in China mit hohem Kohlestromanteil gebaut werden, schlägt er eine Kennzeichnungspflicht, wie sauber die Batterie wirklich hergestellt wurde, vor.
Bundesminister des Innern (Hrsg., erarb. vom Umweltbundesamt, Fachgebiet „Aufklärung d. Öffentlichkeit in Umweltfragen“). Fachl. Beitr.: Axel Friedrich, Red.: Volkhard Möcker, Karl G. Tempel: Was sie schon immer über Luftreinhaltung wissen wollten. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1983.
Axel Friedrich:3. Sustainable Mobility.In:Digitale Bibliothek der Friedrich Ebert Stiftung, library.fes.de.Mai 2001,abgerufen am 27.März 2022.