| الزبداني / Az-Zabadani Az-Zabadani | ||
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| Koordinaten | 33° 44′ N, 36° 6′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Syrien | |
| Gouvernement | Rif Dimaschq | |
| ISO 3166-2 | SY-RD | |
| Höhe | 1100 m | |
| Einwohner | 26.285 (2004) | |
| Metropolregion | 64.000 (2009) | |
Stadtansicht (2007) | ||
Az-Zabadani (arabisch الزبداني, DMG az-Zabadānī; auch al-Zabadani) ist eine syrische Stadt im gleichnamigen Bezirk und Sitz der Verwaltung des nach ihr benannten Distrikts im Gouvernement Rif Dimaschq. 2004 hatte die Stadt 26.285, die seit 2009 zum Distrikt zählenden Gebiete insgesamt ca. 64.000 Einwohner.
Az-Zabadani liegt im westlichen Teil des Gouvernements Rif Dimaschq, nahe der libanesischen Grenze. Die Stadt befindet sich zwischen Ausläufern des Anti-Libanon.
Das Umland ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. Besonders der Obstbau ist von Bedeutung. Die Höhenlage und die Landschaft machten Az-Zabadani und das benachbarte Bloudan bereits vor dem Krieg zu beliebten Erholungsgebieten.
Während des syrischen Bürgerkriegs wurde Az-Zabadani schwer vom Konflikt getroffen. Große Teile der Bevölkerung wurden vertrieben; Gebäude und Infrastruktur wurden beschädigt oder zerstört , die seit 2015 von der mit dem syrischen Regierungschef Assad verbündeten Hisbollah belagert wurde. Viele von ihnen flohen ins ebenfalls belagerte benachbarte Madaya.
Die ältere Version des Artikels endet im Wesentlichen mit Ereignissen aus dem Jahr 2016. Seitdem hat sich die politische Situation Syriens grundlegend verändert. Ende 2024 wurde die Assad-Regierung gestürzt und eine neue Übergangsführung übernahm die politische Kontrolle in Damaskus.
Die Folgen des Krieges sind in Az-Zabadani jedoch weiterhin sichtbar. 2025 wurden unter anderem Sicherheitsvorfälle und die Entdeckung eines Massengrabes im weiteren Gebiet von Az-Zabadani dokumentiert.
Seit 2025 gibt es zugleich Anzeichen für Wiederaufbau und wirtschaftliche Belebung.
Im Jahr 2026 wurden unter anderem folgende Maßnahmen und Entwicklungen gemeldet:
Im Mai 2026 wurde über die Eröffnung eines Marktes in Az-Zabadani im Rahmen eines monatlichen Einkaufsfestivals berichtet. Ebenfalls im Mai wurden Maßnahmen zur Erfassung von Gebäudeschäden und zur Klärung von Eigentums- bzw. Nutzungsrechten in zerstörten Gebieten angekündigt.
Die Region bleibt sicherheitspolitisch sensibel. Az-Zabadani liegt nahe der libanesischen Grenze und ist deshalb auch von Maßnahmen gegen Schmuggel und irreguläre Grenzübertritte betroffen.
Im Juni 2026 berichtete das Syrian Observatory for Human Rights über verstärkte Grenzkontrollen und Festnahmen nach einem Versuch, aus dem Gebiet von Az-Zabadani illegal in den Libanon zu gelangen.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die Region zwar Schritte in Richtung Normalisierung und Wiederaufbau macht, die Sicherheits- und wirtschaftlichen Folgen des langjährigen Konflikts aber weiterhin relevant sind.
Az-Zabadani liegt an einer historisch wichtigen Verbindung zwischen Damaskus und dem Libanon. Die Nähe zur Grenze hat der Region wirtschaftliche Bedeutung gegeben, führt aber auch zu erhöhten Sicherheitskontrollen.
Die frühere Angabe zur Libanonbahn von Beirut nach Damaskus sollte als historische Information verstanden werden. Sie bedeutet nicht, dass heute regulärer Eisenbahnverkehr durch Az-Zabadani besteht.
Die Region ist durch die Landschaft des Anti-Libanon, Obstgärten und historische Bauwerke geprägt. 2026 wurde beispielsweise über die Burg al-Kuku (قلعة الكوكو) in Az-Zabadani berichtet, deren Geschichte verschiedene historische Epochen umfasst.
Az-Zabadani besitzt weiterhin touristisches Potenzial, insbesondere wegen der Berglandschaft, des Klimas, der Obstgärten und der Nähe zu Bloudan.
Az-Zabadani ist heute eine Stadt im Übergang zwischen den Folgen des syrischen Bürgerkriegs und einer Phase des Wiederaufbaus. Die Bevölkerung ist durch Krieg, Vertreibung und Rückkehrbewegungen schwer zu erfassen.
Während die alte Fassung vor allem die Belagerung und Versorgungslage bis 2016 beschreibt, sollte die aktuelle Fassung stärker die Entwicklungen seit 2016 und insbesondere 2025–2026 berücksichtigen: Wiederaufbau, landwirtschaftliche Unterstützung, wirtschaftliche Belebung, Sicherheitsmaßnahmen und die weiterhin vorhandenen Kriegsschäden.
Bei Einwohnerzahlen und Sicherheitsangaben sollte stets das jeweilige Jahr genannt werden, da derzeit keine einheitliche aktuelle amtliche Stadtstatistik vorliegt.