Knonau

Knonau
Wappen von Knonau
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Affolternw
BFS-Nr.: 0007i1f3f4
Postleitzahl: 8934
UN/LOCODE: CH KNA
Koordinaten: 677480 / 230957Koordinaten: 47° 13′ 30″ N, 8° 27′ 42″ O; CH1903: 677480 / 230957
Höhe: 431 m ü. M.
Höhenbereich: 412–504 m ü. M.
Fläche: 6,47 km²
Einwohner: 2515 (31. Dezember 2025)
Einwohnerdichte: 389 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
19,5 %
(31. Dezember 2025)
Gemeindepräsidentin: Esther Breitenmoser (parteilos)
Website: www.knonau.ch
Reformierte Kirche Knonau
Reformierte Kirche Knonau
Lage der Gemeinde
Karte von KnonauTürlerseeZürichseeBezirk HorgenBezirk ZürichBezirk DietikonKanton ZugKanton AargauAeugst am AlbisAffoltern am AlbisBonstetten ZHHausen am AlbisHedingenKappel am AlbisKnonauMaschwandenMettmenstettenObfeldenOttenbach ZHRifferswilStallikonWettswil am AlbisBezirk Meilen
Karte von Knonau
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Knonau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern (älter: Knonauer Amt, pop. Söiliamt) des Kantons Zürich in der Schweiz. Sie war lange Zeit namengebend für den Bezirk Affoltern: Knonauer Amt (veraltet: Zürcher Freiamt, pop. «Söiliamt»). Der Name von Knonau im lokalen Mundart ist Chnoonau.

Geographie

Hinteruttenberg
Luftbild (1974) von Werner Friedli

Knonau liegt im Südwesten des Kantons Zürich und ist mit 6,48 km² vor Wettswil am Albis, Maschwanden und Ottenbach die flächenmässig viertkleinste Gemeinde im Bezirk Affoltern. Der grösste Anteil des Gemeindegebiets wird von Landwirtschaftsflächen eingenommen, die 64,8 Prozent umfassen. Weitere 17,3 Prozent sind Wald, 10,0 Prozent Siedlungsfläche, 7,4 Prozent Verkehrsfläche, 1,1 Prozent Gewässer und 1,7 Prozent unproduktive Fläche (Stand 2018). Das Gemeindegebiet wird durch den Haselbach zur Lorze hin entwässert.

Das Dorf Knonau liegt auf 431 m ü. M. und ist 23 Kilometer Luftdistanz von Zürich und 7 Kilometer Luftdistanz von Zug gelegen. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler Vorderuttenberg, Hinteruttenberg und Baaregg.

Im Westen grenzt Knonau an Maschwanden, im Norden und Osten liegt die Gemeinde Mettmenstetten und ebenfalls im Osten die höher gelegene Gemeinde Kappel am Albis. Im Süden grenzt Knonau an die Gemeinden Steinhausen und Cham, die beide dem Kanton Zug angehören.

Geschichte

Schloss Knonau im Regimentsbuch des Junkers Gerold Escher

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Knonau 1045 in einer Urkunde des Klosters Schänis, in der die Kirche Knonau und der dazugehörende Meierhof als Besitztum des Klosters genannt werden. Als Verwalter dieses Hofes amteten die Meyer von Knonau. Sie liessen sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Zürich nieder, wo sie sich einbürgern liessen. Schon bald waren sie im Rat der Stadt vertreten und stellten gar den Bürgermeister. Dank ihren Beziehungen konnten sie 1399 die Vogtei über das Dorf Knonau und weitere Dörfer erwerben.

1512 kaufte die Stadt Zürich die Vogtei Knonau samt einigen weiteren Rechten der Umgebung. Fortan residierte ein Landvogt auf dem Schloss Knonau, das die Stadt als Verwaltungssitz bauen liess.

Als 1830/31 im Kanton Zürich eine liberale Verfassung erlassen wurde, erhielten die Landgemeinden Gleichberechtigung mit der Stadt. Knonau wurde aus Tradition Hauptort des neu gegründeten Bezirks. Wegen der peripheren Lage wurde der Bezirkshauptort schon bald nach Affoltern am Albis verlegt.

Wappen

Blasonierung: «In Rot ein silberner Meierhut mit Kordel.»
Wappenbegründung: Das Wappen stimmt mit dem Schild überein, den die Meyer von Knonau mindestens seit 1375 führen. Es zeigt den Meyerhut, das Abzeichen ihres Amtes, das in der Verwaltung des dem Kloster Schänis gehörenden Hofes zu Knonau bestand.

Bevölkerung

Bevölkerungs­entwicklung
Jahr Einwohner
1450ca. 110
1634226
1750359
1850594
1900529
1950649
20001439
20051509
20101802
20152094
20202368
20222411

Politik

Wähleranteile [%]
Partei 2019 2023 Diff.
SVP32,2731,69−0,58
SP11,4315,42+3,99
glp17,3214,49−2,84
Mitte–11,26+ 3,25 1
FDP9,208,63−0,58
Grüne11,357,05−4,30
EVP6,914,39−2,51
CVP5,34––
BDP2,67––
AuF ZH 2–2,58
EDU2,191,96−0,23
andere (8/11)1,922,53+0,61 %
1 
Vergleich zur Addition von CVP und BDP
2 
Aufrecht Zürich

Die Gemeindeversammlung übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der sechsköpfige Gemeinderat. Gemeindepräsident ist Roland Buchmann (parteilos, Stand 2026).

Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Durch Knonau führt die 1864 Zürich-Zug-Luzern-Bahn eröffnete Bahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug. Sie wurde zunächst durch die Linie S 9 der S-Bahn Zürich bedient. Seit Dezember 2015 bedient neu die S 5 Knonau. Am Wochenende wird Knonau auch von der Nacht-S-Bahn SN5 bedient. Das Teilstück der Autobahn A4 mit dem Rastplatz Eitenberg wurde auf Gemeindegebiet bereits 1970 gebaut, jedoch erst im November 2009 eröffnet. Seit Dezember 2019 verkehrt die Buslinie 648 der Zugerland Verkehrsbetriebe (ehemals 642) vom Bahnhof Knonau über Cham zum Bahnhof Rotkreuz.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Knonau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch (= Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allg. verständl. Darstellung, begleitet vom Verein Schweizerdeutsch. Band III). 1. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 669.
  6. ↑ Gemeindeporträts. Knonau. Fläche. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018.
  7. ↑ Quellen: 1450–1750: HLS, 1850–1950: Eidgenössische Volkszählungen (XLS; 927 kB), danach: Gemeindeporträts. Knonau. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022.
  8. ↑ Nationalratswahl 2019. Kanton Zürich, abgerufen am 1. August 2020.
  9. ↑ Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.
  10. ↑ Gemeinderat. Website der Gemeinde Knonau.