Babiana

Babiana

Babiana stricta im Habitat

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Unterfamilie: Crocoideae
Gattung: Babiana
Wissenschaftlicher Name
Babiana
Ker Gawl. ex Sims

Die Babiana sind eine Pflanzengattung in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die etwa 90 Arten sind im Südlichen Afrika verbreitet. Die gelegentlich als Zierpflanzen kultivierten Babiana-Sorten stammen in der Regel von der Art Babiana stricta ab.

Beschreibung und Ökologie

Illustration von Babiana tubulosa
Dreizählige, radiärsymmetrische Blüte von Babiana rubrocyanea

Vegetative Merkmale

Babiana-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden kugelige Knollen, mit faserigen Umhüllungen („Tunika“), als Überdauerungsorgane. Nur wenige der Babiana-Arten erreichen Wuchshöhen von mehr als 30 Zentimetern, diese Arten erinnern in ihrem Erscheinungsbild an sehr kleine Gladiolen. Fast alle Arten besitzen nur im Winter Laubblätter. Die parallelnervigen Laubblätter sind einfach. Die Blattspreiten sind meist behaart.

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt meist am Ende des Winters oder im Frühling. Es werden ährige Blütenstände gebildet. Die Deckblätter sind grün bis trocken braun. Die zwittrigen, dreizähligen Blüten sind radiärsymmetrisch bis zygomorph. Die sechs Blütenhüllblätter sind fast gleichgestaltig bis deutlich verschieden und kurz bis lang röhrig verwachsen. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von weißlich bis gelb und rosa- bis purpurfarben und blau. Es ist nur ein Kreis mit drei fertilen Staubblättern vorhanden. Der Pollen ist monosulcat. Drei Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Der dreigeteilte Griffel ist kürzer oder länger als die Blütenröhre.

Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten aus vier Ordnungen: Hymenoptera (hauptsächlich Apidae), Diptera (hauptsächlich Nemestrinidae), Coleoptera (Scarabaeidae) und Lepidoptera (hauptsächlich Noctuidae). Wenige Arten werden durch Vögel bestäubt.

Die Kapselfrüchte enthalten einige schwärzliche bis dunkelbraune, kugelige Samen.

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Babiana wurde 1802 von John Bellenden Ker-Gawler in Botanical Magazine, Volume 16, S. 576 aufgestellt. Synonyme für Babiana Ker-Gawl. sind: Anaclanthe N.E.Br. und Antholyza L.

Die Gattung Babiana gehört zur Tribus Croceae in der Unterfamilie Crocoideae innerhalb der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae).

Alle Babiana-Arten sind im Südlichen Afrika beheimatet, vom südlichen Namibia bis zum Ostkap und südlichen Simbabwe. Viele sind Florenelemente der Capensis. Die meisten Arten wachsen im südwestlichen und westlichen Teil des Westkaps (etwa 49 Arten) und in Namaqualand (etwa 30 Arten).

Die Gattung Babiana enthält 80 bis 90 Arten:

Dreizählige, zygomorphe Blüte von Babiana ambigua
Blütenstand von Babana angustifolia
Habitus und Blütenstände von Babana fragrans
Babana nana subsp. nana im Habitat
Babana rubrocyanea
Babiana sambucina
Dreizählige, Blüte von Babiana sambucina
Babiana stricta in Kultur
Babiana tubiflora
Dreizählige, zygomorphe Blüte von Babiana tubiflora
Blütenstand von Babiana villosa
Illustration von Babiana villosa
Babiana villosula

Die einzige auf Socotra beheimatete Art, die man früher zur Gattung Babiana gerechnet hat, Babiana socotrana Hook. f. → Cyanixia socotrana (Hook. f.) Goldblatt & J.C.Manning, bildet heute eine eigene Gattung Cyanixia, die zur Tribus Watsonieae Klatt gehört. Der Pollen ist trisulcat.

Nutzung

Von wenigen Arten, besonders Babiana stricta, werden Sorten als Zierpflanzen verwendet.

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ Babiana im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
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  3. ↑ Artenliste des Conservatoire et Jardin botaniques & South African National Biodiversity Institute – Genéve.
  4. 1 2 3 Babiana. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 23. Juli 2018.
  5. ↑ Peter Goldblatt, John C. Manning, J. Davies, V. Savolainen, S. Rezai: Cyanixia, a new genus for the Socotran endemic, Babiana socotrana (Iridaceae subfamily Corocoideae). In: Edinburgh Journal of Botany, Volume 60, Issue 3, S. 517–532, Cambridge University Press, Trustees of the Royal Botanic Garden, Edinburgh, 2003. doi:10.1017/S0960428603000398
  6. ↑ Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 130.
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